50000 neue Wohneinheiten geplant

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Stadt Kassel schafft neue Wohngebiete für bis zu 9000 Menschen

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Immer mehr Menschen ziehen nach Kassel und suchen eine Wohnung. Die Stadt Kassel entwickelt daher in den kommenden Jahren neue Wohnbauflächen, auf denen knapp 5000 neue Wohneinheiten entstehen können. Bis zu 9000 Menschen können dann dort leben.

Kassel ist eine lebenswerte Stadt, die sich äußerst dynamisch entwickelt. Kassel zieht Menschen an, weil die Stadt ihnen Chancen und Perspektiven bietet. In den vergangenen Jahren hat es einen stetigen Zuwachs an Einwohnern gegeben, so dass inzwischen mehr als 200.000 Menschen in Kassel wohnen. Hierdurch ist der Bedarf an Wohnraum in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Auch Menschen, die bereits in Kassel leben suchen neue Wohnungen – zum Beispiel weil sich ihre Lebenssituation verändert hat. Die Stadt Kassel betreibt daher eine aktive Flächenentwicklung, ist kontinuierlich mit Investoren im Gespräch und führt fortlaufend Bebauungsplan-Verfahren durch, um Bauland zu entwickeln.

 

Zu mehr als der Hälfte entstehen neue Wohnungen, indem private Eigentümer und Investoren Lücken in der bestehenden Bebauung schließen. „Wir begrüßen dieses private Engagement ausdrücklich und unterstützen die Bauherren intensiv. Denn diese  Innenentwicklung reduziert den Verbrauch neuer Flächen“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda. Das private Engagement allein reiche aber nicht aus, den Bedarf an Wohnraum zu  decken. Daher entwickelt die Stadtverwaltung kontinuierlich neue Baugebiete. „Derzeit haben wir 15 Bebauungspläne im Verfahren, um Wohnbauland zu entwickeln. Diese werden in den nächsten Jahren zügig umgesetzt“, erklärt Nolda weiter. Jüngstes Entwicklungsprojekt ist das Baugebiet „Vor dem Osterholz“. Dort entstehen  ab diesem Jahr durch private Bauherren etwa 150 neue Wohnungen.

 

In den nächsten Jahren sollen auf mehr als 30 Hektar Fläche neue Wohngebiete entstehen – verteilt im gesamten Stadtgebiet. Dadurch können in den kommenden Jahren etwa 1.500 bis 1.700 neue Wohnungen in verschiedenen Bauformen vom Einfamilienhaus bis zum Geschosswohnungsbau entstehen.  Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Flächen, die bislang nicht für Wohnzwecke, sondern zum Beispiel für Gewerbe genutzt wurden. Ein Beispiel hierfür ist das Gelände der früheren Martinibrauerei an der Kölnischen Straße. „Indem unsere Stadtplanung diese Verfahren intensiv begleitet, werden auch in schwierigen Lagen attraktive Wohn-Quartiere geschaffen“, erklärt Stadtbaurat Nolda.  Ein weiterer Schwerpunkt ist, geeigneten Wohnraum für Familien auf Flächen zu schaffen, die sich an die vorhandene Bebauung anschließen – so zum Beispiel in Nordshausen.

 

Die qualitätsvolle Entwicklung, ob in der Gestaltung oder in der technischen Ausführung, hat bei den Planungen grundsätzlich oberste Priorität. Der respektvolle  Umgang mit der Natur und das Ziel einer hohen Freiraumqualität der neuen Wohngebiete habe bei der Planung große Bedeutung. Außerdem soll Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen  in den einzelnen Stadtteilen geschaffen werden. Die größten aktuellen Bebauungsplan-Verfahren „Zum Feldlager“ in Harleshausen, „Ortsrand Nordshausen“, „Campus Wolfsanger“, „Jägerkaserne“ in Wehlheiden, „Martinibrauerei“ im Vorderen Westen und „Am Felsenkeller“ im Fasanenhof spiegeln diese Leitziele der Stadtentwicklung wider.

 

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Ergänzend zu den aktuellen Verfahren bereitet die Stadt die Entwicklung weiterer Standorte im Stadtgebiet mit einem Potential für etwa 500 bis 900 Wohnungen auf etwa 20 Hektar Fläche vor. Am weitesten fortgeschritten ist hierbei die geplante Entwicklung des Standortes der Eichendorfschule in Bettenhausen. Hierfür wird eine städtebauliche Planung inklusive eines Wettbewerbsverfahrens vorbereitet. Zusammen mit den laufenden Bebauungsplänen wird die Stadt in den kommenden Jahren so ein Flächenangebot für Wohnraum für 6000 bis 9000 Personen in zirka 3000  bis 4800 Wohneinheiten schaffen. „Wir sind froh, dass in einigen Projekten ein hoher Anteil als sozialer Wohnungsbau realisiert wird“, erklärt Stadtbaurat Nolda.

 

Die weitere Planung von Baugebieten soll sich an der absehbaren tatsächlichen Entwicklung des Bedarfs orientieren. Die Stadt setzt hierbei auf dezentrale Standorte für unterschiedliche Nachfrage- und Bedarfsgruppen. Aufgrund der begrenzten Flächen im Stadtgebiet Kassels kommen dabei immer häufiger auch Standorte in Betracht, die bisher nicht Gegenstand planerischer Überlegungen waren. Dabei sollen auch besondere Verfahren  wie zum Beispiel  Planungswettbewerben genutzt werden.  Ein Beispiel hierfür ist das durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG entwickelte Vorhaben an der Bunsenstraße in der Nordstadt. Dieses wird zunächst als Unterkunft für Flüchtlinge, später dann für konventionelle Wohnungen zur Verfügung stehen. Es entstand mit Hilfe von Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Baufirmen, die flexible Grundrisse konzeptioniert haben und dadurch neben einer nachhaltigen Folgenutzung zugleich auch eine ansprechende Architektur gewährleisten.

 

„Darüber hinaus freuen wir uns, wenn private Bauherren zusammen mit unserer Stadtplanung auch weiterhin lebenswerten und nachhaltigem Wohnraum schaffen und damit zur weiteren Entwicklung Kassels beitragen“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda abschließend.

Stadt Kassel

(CB)

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