Altablagerung Goetheanlage ist frei von Schadstoffen

Die Goetheanlage im Vorderen Westen enthält keine umweltrelevanten Schadstoffe und kann auch in Zukunft bedenkenlos genutzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Geonik GmbH, die im Auftrag des Umwelt- und Gartenamts/Sachgebiet Untere Wasser- und Bodenschutzbehörde die Altablagerungsfläche umfassend untersucht hat. Die bei Jung und Alt beliebte Grünfläche gehört zu insgesamt 49 Altablagerungen in der Stadt Kassel, die nach und nach auf mögliche Gefährdungen für Menschen und Grundwasser unter die Lupe genommen werden. Bei den Altablagerungen handelt es sich oftmals um ehemalige Sand-, Lehm- oder Tongruben, die bis in die 1960er Jahre mit Trümmerschutt und Erdaushub, aber auch mit Schlacken, Aschen und Hausmüll verfüllt worden sind. Diese Materialien wurden zudem zur Geländeauffüllung bzw. –erhöhung wie etwa im Bereich des ehemaligen Fackelteichs eingesetzt.

Bereits in den 1990er Jahren wurden alle Altablagerungsflächen in der Stadt Kassel in einer Broschüre erfasst und einer Priorisierung unterzogen. Zu den 49 ermittelten Flächen wurden Angaben über deren Größe, den Ablagerungszeitraum, die Abfallart und die Folgenutzung zusammengetragen. So gibt es sehr kleine Areale von 1.000 Quadratmetern bis zu Flächen von 160.000 Quadratmetern und mit Auffüllungsmächtigkeiten bis zu zehn Metern. Die über das ganze Stadtgebiet verteilten Flächen werden heute teilweise als Brachen, Weiden, Kleingärten, Park-und Freizeitflächen, aber auch als Gewerbeflächen genutzt. Vereinzelt sind auch Flächen unter besonderen Auflagen bebaut worden.

Von diesen 49 Altablagerungen wurden bislang 38 im Auftrag der Stadt Kassel genauer untersucht und einer Bewertung durch das Regierungspräsidium Kassel (RP) unterzogen. So war im vergangenen Jahr die Altablagerung „Goetheanlage“ im Vorderen Westen an der Reihe. Denn bevor aus dem früheren Tal der Drusel die 1933 eingeweihte „Goethe“ entstehen konnte, mussten mehrere tausend Kubikmeter Müll, Bauschutt und Erdaushub aufgebracht und zu einer ebenen Fläche aufgefüllt werden. Erst dann konnten in diesem bis zu sechs Meter aufgefüllten Tal Wege, Rabatten und Rasenflächen angelegt werden.
Die Goetheanlage wurde durch 23 Kleinbohrungen bis auf eine Tiefe von sechs Metern und fast 400 Oberbodenproben (Tiefe bis zehn Zentimeter) überprüft und das gewonnene Bodenmaterial auf umweltrelevante Schadstoffe untersucht. Das mit den Arbeiten betraute Gutachterbüro Geonik GmbH kommt in seinem abschließenden Gutachten zu der Einschätzung, dass sich für die untersuchten Wirkungspfade Boden-Mensch und Boden-Grundwasser keine Prüfwertüberschreitungen gemäß Bundesbodenschutzverordnung ergeben. Weiterführende Untersuchungen seien nach jetzigem Kenntnisstand nicht notwendig.

Auch die Bewertung des RP kommt zu dem Ergebnis, dass bei gleichbleibender Nutzung keine weiteren Untersuchungen bzw. Sicherungs-/Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. So kann wieder eine weitere Altablagerungsfläche bedenkenlos genutzt werden. Für 2018/19 steht nun die weiterführende Untersuchung der Altablagerung Dönche an, die mit einem Volumen von 660.000 Kubikmetern größte Ablagerung im Stadtgebiet. Auch hier soll der Nachweis über die Unbedenklichkeit für die Nutzung der Fläche und insbesondere für das Grundwasser erbracht werden.

PM: Stadt Kassel (HJ)



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