Bilder von Herkunft, Abschied, Flucht und Ankunft

Kinderhände von MicrosoftDie UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. Der Weltflüchtlingstag ist den Geflüchteten, Asylsuchenden, Binnenvertriebenen, Staatenlosen und RückkehrerInnen auf der ganzen Welt gewidmet, um ihre Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen, so der UNHCR.

Aus diesem Anlass zeigt das Regierungspräsidium Kassel eine kleine Fotoausstellung. Die Bilder geben nicht die mutmaßlich objektiven Eindrücke der Medienkameras wieder, sondern die ganz subjektive Sicht der geflüchteten Menschen. Die Bilder haben uns die Männer und Frauen zur Verfügung gestellt, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Nord- und Osthessen leben. Es sind Aufnahmen vom Leben in der Heimat, vom Aufbruch, vom Weg über verschneite Gebirge und über das ägäische Meer. Und es sind Bilder von der Ankunft im ganz anderen aber friedlicheren Leben. Zwischen den Bildern finden sich in englischer Sprache die Kommentare, Anmerkungen und Erklärungen der Geflüchteten. Die Ausstellung verzichtet bewusst auf die technische Aufbereitung des Materials, auf Bilderrahmen, professionelle Beleuchtung und anderes mehr, das den Eindruck von gefälliger Präsentation erwecken könnte.

Die Ausstellung eröffnet am Montag, 20. Juni 2016, um 11 Uhr im Treppenhaus der 1. Etage des Regierungspräsidiums, Steinweg 6, in Kassel. Sie wird für zwei Wochen zu sehen sein. Sarah Drebes, DRK-Sozialarbetreuerin der soeben geschlossenen Erstaufnahmeeinrichtung Fulda, wird zu den Bildern und den Menschen, die sie zur Verfügung gestellt haben, Erklärungen geben. Die meisten Fotos stammen von Bewohnern der Fuldaer Einrichtung. Auch viele andere an der Entstehung der Ausstellung Beteiligte werden anwesend sein.

Das Anliegen der kleinen Ausstellung formuliert sehr treffend das Zitat von António Guterres, dem Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen, anlässlich des Weltflüchtlingstages: „Überall auf der Welt fliehen Familien vor Gewalt. Die Zahlen sind gewaltig, aber wir dürfen nicht vergessen, dass diese Menschen Mütter und Väter, Töchter und Söhne sind, Menschen wie Du und ich – bevor der Krieg sie zur Flucht gezwungen hat. Am Weltflüchtlingstag sollten sich alle daran erinnern, was uns verbindet: unsere gemeinsame Menschlichkeit.“

Quelle: Regierungspräsidium Kassel  (JH)

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