Das Kulturzentrum Schlachthof Kassel wird saniert und erweitert

Schlachthof abstandFür die Erweiterung und Sanierung des Kulturzentrums Schlachthof stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Mittel im Umfang von 3,42 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt Kassel hatte die Summe aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beantragt. Bis Ende 2018 soll das aus dem 19. Jahrhundert stammende Gebäude mit einer Gesamtsumme von 3,8 Millionen Euro, darin ein städtischer Anteil von 380.000 Euro, erneuert und die technische Infrastruktur sowie die Sicherheit und der Brandschutz verbessert werden. Zudem erhält das Gebäude durch einen Anbau einen größeren Veranstaltungsraum, um mehr Platz für das vielfältige Programm zu schaffen.

„Der Einsatz der Stadt Kassel hat sich gelohnt“, freuten sich Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen und Stadtbaurat Christof Nolda. Das Kulturzentrum sei in mehrfacher Hinsicht – städtebaulich, kulturell und sozialpolitisch – ein sehr wichtiger Ort für Kassel. Nur wenige Wochen hatte die Stadt Kassel Zeit, einen Förderantrag auf den Weg zu bringen. Das Kasseler Projekt gehört jetzt zu 56 Projekten bundesweit, die aus 1000 eingereichten Vorschlägen Mittel aus dem Bundesprogramm erhalten.

 

Ort der Kultur, Bildung und Beratung seit 1978 Das Kulturzentrum Schlachthof nutzt seit 1978 die städtische Immobilie, das ehemalige Kopfgebäude des Schlachthofes. Es ist ein gemeinnütziger Träger, anerkannter Jugendhilfeträger und ein Ort der Kultur, Bildung und Beratung. Das Zentrum leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen, beruflichen und kulturellen Integration. Mit einem umfangreichen Kulturprogramm ist der Schlachthof zudem Bühne für die regionale Musikszene wie auch für internationale Bands. Damit ist es seit fast vier Jahrzehnten einer der zentralen Knotenpunkte in der Stadtteilentwicklung der Kasseler Nordstadt sowie ein wichtiger Partner für die Stadt Kassel, um die Herausforderungen der derzeitigen Flüchtlingszuwanderung zu bewältigen.

Schlachthof alt„Die Stadt Kassel unterstützt diese herausragende Arbeit, die im Kulturzentrum seit vielen Jahren geleistet wird“, so OB Hilgen. Das Kulturzentrum Schlachthof fördere und stärke Begegnung und Kommunikation von Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft und trage maßgeblich zum sozialen Frieden und einem weltoffenen Klima in der Stadt Kassel bei. Die Modernisierung und Erweiterung des Gebäudes sei eine wichtige Voraussetzung, diese Arbeit zu leisten.

Stadtbaurat Christof Nolda betonte: „Der baulichen Ertüchtigung der städtischen Immobilie kommt darüber hinaus unter städtebaulichen und baukulturellen Aspekten eine besondere Bedeutung zu. Die beiden unter Denkmalschutz stehenden Backsteingebäude des ehemaligen Schlachthofes wurden Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und sind Zeugen der Industrialisierung und Geschichte des Stadtteils. Der Funktions- und Nutzungswechsel dokumentiert exemplarisch einen gelungenen städtebaulichen Konversionsprozess.“ Wie kaum ein anderer Stadtteil hat die Nordstadt in den vergangenen Jahrzehnten einen tiefgreifenden Strukturwandel vollzogen. Entstanden ist ein junges, lebendiges Quartier, geprägt von kultureller Vielfalt und einer einzigartigen Mischung von Menschen, (Sub)-Kulturen, migrantischen Ökonomien und Institutionen. Der ehemalige Standort großer Industriebetriebe und Wohnquartiere von Arbeiterfamilien weist heute aber auch eine besondere Zuwanderungsdynamik und hohe Fluktuation auf.

 

PM Stadt Ks

(CB)

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