Für Vielfalt und ein buntes Miteinander in Kassel

IMG_7222Am 25. April fand auf dem Kasseler Königsplatz  eine Kundgebung ,Für Vielfalt und ein buntes Miteinander ‘ statt.

Wer sind die ‚Besorgten Eltern‘ und was wollen sie?
Die ‚Besorgten Eltern‘ setzen sich gegen die so von ihnen benannte ‚Frühsexualisierung von Kindern‘ ein, die sie u.a. in Bildungsplänen glauben entdeckt zu haben. Unter dem Deckmantel des „Kinderschutzes“ diffamieren sie sinnvolle Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit als „Sexualisierung von Kindern in Kita und Grundschule“ und schüren damit gezielt Unsicherheit bei Eltern und Pädagoginnen. Eine emanzipatorische Sexualpädagogik, die über verschiedenste sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten aufklärt, wird als eine ‚Entmündigung der Eltern‘ sowie eine ‚Indoktrination von Kindern‘ gewertet.

Eine rückwärtsgewandte konservative Agitation, die sich vor allem auch in die Bildungspolitik hinein verstanden wissen will. Dies reiht sich in einen gesamtgesellschaftlichen Trend ein, in dem Diskurse verstärkt von reaktionären Argumenten, wie bspw. gegen eine emanzipatorische Sexualpädagogik und für den Erhalt traditioneller patriarchaler Familienbilder, geprägt sind. Nicht nur inhaltlich, sondern auch personell wird immer wieder deutlich, dass die ‚Besorgten Eltern‘ von rechtskonservativen und rechtsextremen Strukturen Unterstützung erhalten. So treten im Zuge der bisher stattfindenden Demonstrationen immer wieder fundamentalistische ChristInnen, rechte VerschwörungstheoretikerInnen sowie Mitglieder von AFD, NPD und weiteren rechten Gruppen auf.

Wir wollen Vielfalt und ein buntes Miteinander!
Wir stehen für eine emanzipatorische und verantwortungsvolle Sexualpädagogik, für die Vermittlung der Gleichwertigkeit von Hetero- Bi- und Homosexualität, Trans*- und Inter*-Personen sowie für das Selbstverständnis, eine selbstbestimmte Sexualität – auch abseits der heterosexuellen Norm-leben zu können.

Quelle: AIDS-Hilfe Kassel e.V.

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