Von der Kanonenkugel zum Flugzeugmotor

Eine Führung durch die Sonderausstellung „Mit Dampf und Diesel – Henschel und die Industriekultur in Kassel“ im Südflügel des Kulturbahnhofs mit Ulrike Ortwein findet am Mittwoch, 1. Juni, 17 Uhr, statt.

Seit Firmengründung 1810 hat die Kasseler Firma Henschel auch immer wieder Rüstungsgüter hergestellt. Aber erst unter den Nationalsozialisten wird Henschel zu einem der bedeutendsten deutschen Rüstungskonzerne. Lastwagen, Panzer und Flugmotoren werden für die Wehrmacht produziert. Ulrike Ortwein geht in ihrer Führung auf den Aspekt ein, welche Rolle die Rüstungsproduktion im gesamten Prozess der Industrialisierung gespielt hat. Am Beispiel des Lokomotivbaus, aber auch an den anderen bei Henschel hergestellten Fahrzeugen und Kriegsgeräten wird deutlich, welche Folgen die Verquickung ziviler Produktion mit militärischen Zielen für die wirtschaftliche und soziale Situation der Menschen im Nationalsozialismus hatte.

Die Führung findet im Rahmen der öffentlichen Mittwochsführungen an jedem ersten Mittwoch im Monat statt und beginnt um 17 Uhr.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, Eintritt muss entrichtet werden.

 



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