7 Märchen, 7 Figuren



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Das Aschenputtel auf dem Spielplatz ist eine Gemeinschaftsaufgabe des gesamten Stadtteils (Foto: Rainer Sander)

Aus Bronze gegossen und mit einem guten Charakter: das Aschenputtel mit der Künstlerin Frau Karin Bohrmann-Roth (Foto: Rainer Sander)

Aschenputtel erzählt Hertingshäuser Kindern vom guten Charakter
Baunatal. Ohne Baunatal, ohne die Knallhütte, ohne Dorothea Viehmann, die dort in Rengershausen in der Schenke ihres Vaters, von den „Fernfahrern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts“, nämlich den Fuhrwerkern mit ihren Pferdekutschen, Geschichten aus ganz Europa erzählt bekam, hätte es die Grimmschen Hausmärchen in der vorliegenden Form nie gegeben. Sie hat die Märchen später – vielleicht abends beim Kamin – in der Knallhütte auch den Brüdern Grimm erzählt. Diese Feststellung war Bürgermeister Manfred Schaub wichtig, um zu erklären, dass Baunatal bereits die 7. Märchenfigur und die 7. Plastik im 7. Stadtteil aufstellt und sich damit zu einer wichtigen Tradition der Stadt bekennt.

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Das Aschenputtel auf dem Spielplatz ist eine Gemeinschaftsaufgabe des gesamten Stadtteils (Foto: Rainer Sander)

Und gerade das Aschenputtel, so Schaub verkörpert eine wichtige Botschaft: es zählt der unmanipulierbare Charakter und nicht das beeinflussbare Äußere. Streng genommen hat das Aschenputtel damit sogar eine politische Komponente, wenn das Gute sich durchsetzt und die Gerechtigkeit siegt. „Der Liebreiz hat überzeugt, nicht die schönen Kleider“, erklärt die Kasseler Künstlerin, Frau Karin Bohrmann-Roth, mit Wohnsitz in Grebenstein. Sie hat die Plastik – wie alle ihre Arbeiten – zunächst aus Wachs geformt und dann in einer Kunstgießerei in Münster in Bronze gegossen.

Ein Wertgegenstand zum Anfassen
Für die Kinder, auf deren Spielplatz „Auf der Heide“ die neue Plastik aus Bronze steht, ist es wichtig, dass sie dieses Kunstwerk auch anfassen dürfen. Das Aschenputtel ist nicht aus Glas und darf durchaus in das Spielplatzgeschehen einbezogen werden. Inmitten lebhafter Diskussionen über Werte und Traditionen, ist ein Stück Kulturgeschichte auf dem Spielplatz sicherlich ein echter „Wertgegenstand“. An dem Prozess der Auswahl des Märchens und des Standortes waren mehrere Bürger, beispielsweise der Ortsbeirat aus Hertingshausen, der Sportverein oder die Kirchengemeinde und auch der City-Club einbezogen und sie alle waren auch zur Einweihung am Mittwoch gekommen. Natürlich war in Hertingshausen auch der Wolkenschieber im Gespräch (danach ist sie Kindertagesstätte benannt), aber die Tradition der Grimmschen Märchen hat sich durchgesetzt.



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