Barrierefreiheit wird zur Selbstverständlichkeit

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Die Absenkung geht in Baunatal auf 0 Zentimeter (Foto: Rainer Sander)

230. Bordstein-Absenkung in Baunatal
Baunatal. Man muss gar nicht mehr besonders aufmerksam sein, um zu erkennen, dass Baunatals Fußwege ganz anders aussehen als noch vor zehn Jahren. Überall findet man weiße Bordsteinbereiche mit unterschiedlichem Relief. Die „Rillen und Riffeln“ signalisieren blinden und behinderten Menschen, dass der Bordstein hier auf 0 Zentimeter abwärts geht und Straßen an diesen Stellen barrierefrei überquert werden können. 230 dieser Absenkungen gibt es in Baunatal bereits und obwohl sie damit längst zur Selbstverständlichkeit geworden sind, werden sie immer noch regelmäßig bekannt gemacht, so die erste Stadträtin Silke Engler bei der gestrigen Freigabe im Bereich der Werner-von-Siemens-Straße.

Für Karsten Brede, Bauleiter im Rathaus von Baunatal und das Planungsteam im Tiefbau sind diese Dinge längst so selbstverständlich, dass sie bei allen Baumaßnahmen automatisch berücksichtigt werden. Silke Engler betonte beim Ortstermin, dass zum einen bei weitem nicht alle Städte und Gemeinden so weit sind wie Baunatal und auch die Absenkung auf 0 Zentimeter ist nicht überall Standard. Ein paar Zentimeter bleiben meist übrig. Aber andere Kommunen schauen aber ganz gerne, wie man das in Baunatal so macht.
Nicht nur bei Neubaumaßnahmen wird die Barrierefreiheit mit eingeplant, pro Jahr stehen 30.000 Euro im Haushalt, um Baunatals Straßen Stück für Stück behindertengerechter zu gestalten. Da es bei fortschreitender Bedarfsdeckung immer weniger solche Notwendigkeiten gibt, nimmt man sich jetzt zusätzlich die Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel vor.

Der Baunataler Dialog

Wichtig, darin waren sich nicht nur die Vertreter der Stadt, sondern auch Klaus Mennecke vom Behindertenbeirat, Egon Bader aus Behinderten- und Seniorenbeirat sowie auch Ingo Koch, der Radwegbeauftragte der Stadt Baunatal einig, ist der Dialog, den Stadt, Behinderte, Senioren und Radfahrer gemeinsam führen. Ohne den intensiven Austausch wäre Baunatal vermutlich kaum weiter, als andere Kommunen in der Region. So aber ist gerade die Autostadt in einer Vorreiterrolle für die Barrierefreiheit in Nordhessen. Maßgeblich zuständig für diesen Dialog ist der Bürger- und Behindertenbeauftragte der Stadt Baunatal, Heinz Kaiser. (rs)

 

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