Die deutsche Einheit muss man feiern



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Kühne-Hörmann auf dem Marktplatz in Fritzlar (Foto: Rainer Sander)

Kühne-Hörmann auf dem Marktplatz in Fritzlar (Foto: Rainer Sander)

Eva Kühne-Hörmann auf dem Marktplatz in Fritzlar

Fritzlar. Wie lange kann, soll oder darf man die deutsche Einheit feiern? Eine gute Frage, die am heutigen Nationalfeiertag in Fritzlar mehrfach beantwortet wurde. 20 Jahre lang hatte die CDU in Fritzlar jedes Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung gefeiert, dann bis zum 25. Jahrestag eine Pause eingelegt und nach dem Jubiläum entschieden, weiter zu machen. Daran erinnerte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann als Festrednerin auf dem Marktplatz der Dom- und Kaiserstadt.

Dabei erinnerte sie daran, wie präsent der Umbruch in Nordhessen war, wie nah uns die Grenze zuvor gewesen ist, wie sehr sie in das alltägliche Leben von Menschen und Familien eingegriffen hat. Sie erinnerte auch daran, dass nicht die Deutschen irgendwann entschieden haben ein geteiltes Volk zu sein, sondern dass die Teilung eine gravierende Folge des Zweiten Weltkriegs gewesen ist. Aber die Menschen haben den Stacheldraht überwunden und besonnene Politiker, so Hörmann, haben dann die Einigung möglich gemacht.

Eindringliche Worte: Mark Weinmeister (Foto: Rainer Sander)

Eindringliche Worte: Mark Weinmeister (Foto: Rainer Sander)

Zeitzeugen sind wichtiger als Geschichtsbücher

Und natürlich, so die Ministerin, sei es stets besser mit Zeitzeugen zu sprechen, anstatt ins Geschichtsbuch zu schauen deshalb sei es wichtig, mit solchen Veranstaltungen an die Vergangenheit zu erinnern. Der Informationsstand des Grenzmuseums Schifflersgrund (Bad Sooden Allendorf) am Rande des Marktplatzes war dazu ein geeignetes Instrument.

Der Vorsitzende der CDU Fritzlar, Christian Seyffarth, erinnerte seiner Begrüßung für über 200 Besucher und Ehrengäste daran, dass man die Vergangenheit kennen müsse, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu meistern. „Wir in Deutschland können Demokratie“, so brachte Bürgermeister Hartmut Spogat die aktuelle Situation auf den Punkt und forderte zur Erinnerung auf, obwohl gerade viele andere Themen die deutsche Einheit zu überlagern scheinen.

Weinmeister: Errungenschaften nicht aufs Spiel setzen!

Die aktuelle Situation war auch für Staatssekretär Mark Weinmeister ein Thema. Seine Sorge: ein ganzer Kontinent, nicht nur in Deutschland, habe die Teilung überwunden und nun setze man in Europa alles aufs Spiel, weil man glaubt, der Frieden sei selbstverständlich. Natürlich, so Weinmeister, sei es schwierig 28 Staaten unter einen Hut zu bekommen: „Versuchen Sie mal 28 Verwandte unter einen Hut zu bringen – das scheitert schon an der Wahl der gemeinsamen Torte!“ Natürlich sei Solidarität leichter, wenn man sie einfordern kann und wesentlich schwerer, wenn man sie leisten muss.

Auch der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert erinnerte daran, dass die Einheit ein wichtiges Gut sei. (rs)

 

Bildunterschriften:

Einheit_01: Eva Kühne-Hörmann auf dem Marktplatz in Fritzlar (Foto: Rainer Sander)

Einheit_01: Viele Gäste auf dem Marktplatz in Fritzlar (Foto: Rainer Sander)

Einheit_01: Eindringliche Worte: Mark Weinmeister (Foto: Rainer Sander)



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