Eine Klimaschutzmanagerin für Lohfelden

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Wiebke Kirchhof ist die neue Klimaschutzmanagerin in Lohfelden (Foto: Rainer Sander)

Wiebke Kirchhof ist seit Oktober für gutes Klima in Lohfelden zuständig

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden hat ein ehrgeiziges Ziel. Bis zum Jahr 2030 – also in gerade mal 16 Jahren – möchte sie den Zustand der Klimaneutralität erreicht und am besten sogar überboten haben. Immerhin hat die Gemeindevertretung am 28.05.2009 einen Beschluss zur Energiewende gefasst: „Die Gemeinde Lohfelden unterstützt alle Bestrebungen zur Energiewende in unserer Gemeinde. Das Ziel, unsere Gemeinde bis zum Jahr 2030 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen, wird befürwortet und seine Erreichung im Rahmen der personellen und finanziellen Möglichkeiten unterstützt. Das Ziel soll erreicht werden durch Reduzierung des Energieverbrauchs, Einsatz innovativer und effizienter Technologien, Nachhaltige Nutzung aller heimischen Ressourcen.

Antworten auf viele Fragen

Mit den einzuleitenden Maßnahmen sollen die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und die regionale Wirtschaftskraft sowie die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger gesichert werden, so lautet die Begründung für diesen Schritt. Es ist aber alles andere als leicht, dies in die Tat umzusetzen, schließlich muss jeder in Lohfelden etwas dazu beitragen. Aber wie? Diese Frage werden sich viele Lohfeldener bereits stellen. Seit einigen Wochen gibt es jetzt jemanden mit Antworten zu diesem Thema:

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Energetisch sanieren: die Sonderausstellung im Rahmen der Gewerbeschau hat im Sommer über das komplexe Thema informiert (Archivfoto: Rainer Sander)

Wiebke Kirchhof ist als Klimaschutzmanagerin seit Oktober sozusagen für gutes Klima in Lohfelden zuständig. Einen solchen Job hat es bisher wieder in Lohfelden, noch in anderen Kommunen im Umland gegeben. Klimaschutzmanager ist auch kein anerkanntes Berufsbild, so dass es auch ein wenig zum Experiment wird herauszufinden, was eine Klimamanagerin in Lohfelden erreichen kann. Frau Kirchhof selbst hat sich zum Ziel gesetzt, die Bürger, die unendlich viele Fragen haben, zu informieren, Hauseigentümer zur Modernisierung zu motivieren und ein Bewusstsein sowohl dafür zu entwickeln, dass die Klimaziele wichtig sind, als auch dafür, dass Modernisierung durchaus auch finanzielle und gesundheitliche Vorteile hat.

Tätig auch für die Gemeinde

Aber auch intern für die Gemeinde wird Frau Kirchhof tätig werden, schließlich besitzt Lohfelden selbst eine Menge Gebäude, vom Rathaus über Bürgerhaus, Kindergärten bis hin zu Feuerwehrgebäuden. Aber auch Mobilität und beispielsweise die Straßenbeleuchtung in Lohfelden, können unter dem Stichwort Klimaschutz durchaus differenziert betrachtet werden. Der Bund und das Land Hessen stellen erhebliche Mittel für den Klimaschutz bereit, die sowohl Kommunen als auch private oder gewerbliche Investoren nutzen können. Und auch die neu geschaffene Stelle wird zu einem großen Teil über Zuschüsse finanziert.

Was für einen Beruf sollte man eigentlich haben, um Klimaschutzmanagerin zu werden? Wiebke Kirchhof hat ursprünglich Architektur studiert und sich danach in der Forschung mit Bauphysik beschäftigt. Sie hat bereits in diesen Tätigkeiten Klimaschutzkonzepte erstellt, war für ein Ingenieurbüro tätig und ist durch die BAFA zertifizierte Energieberaterin. Insofern hat sie reichlich Erfahrung mit dem Thema. Sie selbst könnte sich aber auch andere Berufsbilder in diesem Job vorstellen.

Wir stehen sicher am Anfang einer sehr spannenden Entwicklung und Lohfelden zählt zu den Gemeinden, die sie mit großer Konsequenz in die Hand nehmen. (rs)

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