Festtag für Nordhessens Kulturgut „Ahle Wurscht“ im Löwenhof



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 Jede Menge Würste (Foto: Rainer Sander)

Jede Menge Würste (Foto: Rainer Sander)

Lohfelden. Zum 4. Mal fand am Sonntag der Ahle-Wurscht-Tag statt. Bereits zum 3. Mal in Lohfeldener Löwenhof, der ein ganz besonderes Ambiente für die Veranstaltung bietet. Die alte Postkutschenstation mit ihrem historischen Flair war der ideale Rahmen für das wichtigste kulinarische Kulturgut Nordhessens. Veranstalter war der „Förderverein Ahle Wurscht Nordhessen“ zusammen mit der Organisation Slow-Food, die sich für „Essen mit Genuss“ engagiert. „Zum Essen sollte man sich ruhig Zeit nehmen und es genießen“, so Gerhard Schneider-Rose, Vorsitzender von Slow-Food in Nordhessen und Geschäftsführer des Fördervereins in Personalunion.

Wurscht oder Worscht?
Dass Nordhessen nicht ganz homogen ist, zeigt sich an der unterschiedlichen Schreibweise ob Ahle Wurscht oder Ahle Worscht, gemeint ist die rote Stracke, luftgetrocknet und wohlschmeckend. Davon konnten sich viele Hundert Besucher an den Ständen vieler Fleischereien oder Direktvermarkter überzeugen. Von 8 durch den

Großer Andrang im Löwenhof (Foto: Rainer Sander)

Großer Andrang im Löwenhof (Foto: Rainer Sander)


Verein zertifizierten Betrieben waren 6 vertreten.
Wie lange muss die Ahle Wurscht reifen? Was ist das besondere an der Warmverarbeitung? Und welche Zutaten dürfen verwendet werden? – Diese und weitere Fragen wurden in einer bilderreichen Ausstellung und in kurzen Fachvorträgen beantwortet. Die beteiligten Metzgereien sind allesamt Mitglied im Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht, der es sich seit mehr als zehn Jahren zur Aufgabe macht, die traditionelle Herstellungsart der Ahlen Wurscht zu wahren. So dürfen in eine echte Ahle Wurscht keine Zusatz- oder Konservierungsstoffe hinein. Wer sich von der Qualität überzeugen wollte, konnte die Ahle Wurscht an den Ständen kosten und sich seine bevorzugte Ahle Wurscht für zu Hause mitnehmen.

Die Wecke gehören zur Wurscht (Foto: Rainer Sander)

Die Wecke gehören zur Wurscht (Foto: Rainer Sander)


Alles rund um die Wurst
Aber nicht nur Ahle Wurscht gab es beim Fest im Löwenhof zu probieren, auch weitere Leckereien Wohn angeboten: Hausherr Hans-Jürgen Fehr tischte Kartoffelsuppe, Bratwurst, Kaffee und Kuchen auf. Beim Backhaus Schwarz aus Gudensberg gab es frische Brotspezialitäten. Das GrimmHeimat-Lädchen bot regionale Produkte und Geschenkideen an, darunter auch einige Artikel für Ahle-Wurscht-Fans beliebt der Trinkbecher mit dem Aufdruck Sex, Drugs und Ahle Worscht. Den musikalischen Rahmen setzen die Papa Belas Dixie Kings mit beschwingten Jazz-Klassikern der 20er und 30er Jahre.

Krebs durch Wurst?
Informationen gab es auch zum aktuellen Thema „Krebs und Wurst“. Gerhard Schneider-Rose erklärte, dass die WHO weltweit 800 Studien ausgewertet hat, ohne diese inhaltlich zu bewerten. Statistische Auffälligkeiten können also lediglich indirekt mit Wurstverzehr in Verbindung gebracht werden. Von 1.000.000 Krebstoten stehen statistisch 34.000 mit Wurstverzehr in Verbindung, so Schneider-Rose. Geht man davon aus, dass fast alle Menschen Wurst essen, wird das aufgebauscht Ergebnis besonders fraglich. (rs)

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