Frank Börner tritt zweite Amtszeit als Bürgermeister an



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Erster Stadtrat Walter Berle und Walter Pippert überreichten Frank Börner die neue Ernennungs-Urkunde (Foto: Rainer Sander)

Erster Stadtrat Walter Berle und Walter Pippert überreichten Frank Börner die neue Ernennungs-Urkunde (Foto: Rainer Sander)

Gudensberg. Die StadtverordnetenversammIung Gudensberg trat mit einem wesentlichen Tagesordnungspunkt zusammen: der zweite Amtsantritt von Frank Börner. In der Einführungsrede gestand Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert, dass er vom Schreibtisch des Bürgermeisters den Wahl-Flyer von 2010 mit den Zielen der ersten Bürgermeisterwahl „stibitzt“ hat. Dort stand etwas von der Fortsetzung solider Haushaltspolitik, immer ausgeglichenen Haushalten, Senkung der Schulden sowie Verbesserung der Lebensqualität, von zukunftsfähiger Energieversorgung – wie es die Fee heute macht – und von Verbesserung der Angebote für alle Genrerationen, von der Innenstadtbelebung dank Kreative Ideen, der Erreichbarkeit der Obernburg, der angemessenen Darstellung der Bedeutung der Mader Heide sowie vom Stadtpark als Besuchermagnet.

So ähnlich sei es gekommen und immerhin sei Gudensberg die einzige Kommune im Kreis mit steigender Einwohnerzahl durch Zuzug. Der wiedergewählte Frank Börner selbst freute sich sehr, „dass mich die Bürger zum zweiten Mal gewählt haben! Wer ernten will muss auch säen.“ Die Energieversorgung, so der Verwaltungschef, die müsse dezentral geregelt werden. Am 14. Januar, so wusste er zu berichten, habe die FEE auf die Herausgabe der Stromnetze gegenüber der EAM Klage eingereicht. Und gleich blickte er nach vorn: der neue Eigentümer des alten Kaufhauses solle zur Modernisierung motiviert werden. Zur Erreichbarkeit des Schlossberges für ältere Bürger gehört seit dem ersten Bürgerforum der Running-Gag von der Seilbahn.

Das etwas Anständiges aus dem Kerl wird…

Die ganze Familie Börner voller Stolz und Freude (Foto: Rainer Sander)

Die ganze Familie Börner voller Stolz und Freude (Foto: Rainer Sander)

Der Akku, verspricht Börner, sei noch geladen, vielleicht zum Leidwesen der Verwaltung: „die müssen viele Marotten von mir ertragen…“ Ein besonderer Dank ging an Freunde und seine Familie, „die immer nur wollte, dass was anständiges aus dem Kerl wird!“ Das hat – nach dem mehrheitlichen Votum der Gudensberger – offensichtlich funktioniert.

Der Männergesangverein Gleichen, in dem er aktiv mitsingt, helfe ihm stets dabei, die Batterie immer wieder aufzufrischen. Und die Sangesbrüder ließen es sich nicht nehmen, für ihr prominentestes Mitglied bei der erneuten Amtseinführung als Shanty-Chor aufzutreten. Demnächst fahren sie alle gemeinsam in die Ukraine.
Der Personalrat und die Mitarbeiter der Verwaltung waren ebenfalls zum Gratulieren gekommen und sie demonstrierten mit einem Tau auf der Bühne eindrucksvoll: „wir ziehen alle an einem Strang!“

Bevor die vielen Gäste und Ehrengäste, unter ihnen der Gudensberger Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert, persönlich alles Gute wünschen konnten, sorgten Birgit Kepper und Andreas Olbrich für weitere musikalische Unterstützung. Zum Repertoire gehörte unter anderen John Lennons „Imagine“, bei dem im Zuschauerbereich die Feuerzeuge angingen.

Ein bisschen Arbeit gehörte dazu
Bevor der Amtseid gesprochen werden konnte, hatten Frank Börner und die Stadtverordneten übrigens noch ein bisschen Arbeit zu erledigen. Dabei wurde deutlich, dass der Alltag längst weitergeht. Frank Börner berichtete vom Besuch in der polnischen Partnerstadt, wo man den Namen Kaczyński nicht überall nennen dürfe. Und: das zweite Bürgerforum Kommt!

Ein Antrag der CDU-Fraktion zielte auf den behinderungsfreien Zugang zur Altstadt, den der Fraktionsvorsitzender Dieter Heer damit begründete, dass zwei Brände gezeigt hätten, dass die enge Bebauung Gefahren berge. In den nächsten Jahren werden fünf Millionen Euro für die neue Feuerwehr ausgegeben. Jetzt müsse auch eine Feuerwehrzufahrt zum Töpfenmarkt geschaffen werden, die breit genug ist und von der Feuerwehr geöffnet werden könne, ohne das Prinzip der Fußgängerzone aufzuweichen.

Frank Börner erklärte zum Antrag der Opposition, dass zunächst einmal die Machbarkeit zu prüfen sei. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Höhmann erwiderte den Antrag: die Diskussion der Zufahrt zum Töpfermarkt sei absolut sinnvoll. Von der Öffnung Untergasse bis zu Parkverboten im Renthof gäbe es allerdings viele Möglichkeiten zu prüfen. Grünen-Sprecherin Petra Gottwald fand den Antrag zu kurz gedacht: Parkverbote würden weitere Behinderungen verursachen. Den Vorschlag, den Antrag zur weiteren Bearbeitung in die Ausschüsse zu geben, wollte die CDU nicht mittragen. So wurde er mit Mehrheit abgelehnt.

Stilllegung bei Plukon
Die Fraktion der Grünen wollte etwas zu den Meldungen über eine Produktionsstilllegung bei Plukon wissen. Der Bürgermeister erklärte, dass gerade erst ein Schreiben des Regierungspräsidiums eingegangen sei, das sich auf Geruchsbelästigungen beziehe und ein Teil des Betriebs der Anlage jetzt stilllege. Außerdem wurde der Haushalt 2016 eingebracht. Der Steigerung der SchIüsselzuweisungen über 600.000 Euro steht ein Verlust im Bereich der Gewerbesteuer in gleicher Höhe entgegen. Die Kinderbetreuungskosten seien erheblich gestiegen. Nur noch 18 Prozent betrage die Kostendeckung durch Elternbeiträge. Die „Schwarze Null“ habe man trotzdem geschafft und gleichzeitig werde die Gesamtverschuldung reduziert. 90.000 Euro sind für den Rückkauf des Stromnetzes eingeplant.

58 Flüchtlinge in Gudensberg
Auch das Thema Flüchtlinge hat Gudensberg erreicht. 58 von ihnen leben aktuell in der Stadt. Bisher, so Börner, gab es keine Vorkommnisse. Weitere werden kommen. Bisher sind 250.000 Euro dafür eingeplant. Bis zur nächsten Sitzung muss der Haushalt jetzt beraten werden. (rs)



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