Gemeinsam an einer friedlichen Zukunft arbeiten

: Viele Gäste, unter ihnen Bürgermeister Frank Börner und die örtlichen Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Frank und Bernd Siebert (erste Reihe v.l.), kamen zur abschließenden Präsentation ins Terrano-Naturbad (Foto: privat | nh)

: Viele Gäste, unter ihnen Bürgermeister Frank Börner und die örtlichen Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Frank und Bernd Siebert (erste Reihe v.l.), kamen zur abschließenden Präsentation ins Terrano-Naturbad (Foto: privat | nh)

Deutsch-ukrainische Jugendbegegnung in Gudensberg

Gudensberg | Schtschyrez. Mit einer Präsentation der Projektergebnisse ging am Wochenende die deutsch-ukrainische Jugendbegegnung im Terrano-Naturbad zu Ende. Jugendliche aus Gudensberg und der befreundeten Stadt Schtschyrez hatten sich eine Woche lang aus ihrer Perspektive mit den Themen Frieden und gewaltfreie Gesellschaften beschäftigt und dabei mit verschiedenen Medien gearbeitet. Vor vielen Interessierten stellten sie die Ergebnisse ihres Projektes vor.

„Wie sieht bei uns Demokratie im Alltag aus?“, „Wie reagieren wir auf Konflikte?“, „Was empfinden wir, wenn wir ethnisch fremden Menschen begegnen?“ – Fragen, die abstrakt klingen, zu denen junge Menschen aber ihre Vorstellungen haben und diese auch äußern möchten – wenn sie das Gefühl haben, gefragt zu werden. Gemeinsam hatten sich Jugendliche aus Schtschyrez und Gudensberg auf diesen Weg gemacht und fanden bei Joachim Haas und Violetta Bock, den Teamern des Medienworkshops, stets ein offenes Ohr und die gesuchte Unterstützung.

Politik zu Gast

Stolz und glücklich waren daher alle Jugendliche bei der Präsentation im viel zu engen Mehrzweckraum des Terrano, denn Bürgermeister Frank Börner, die Budestagsabgeordneten Dr. Edgar Franke und Bernd Siebert, Partner und Unterstützer der Begegnung, Mitglieder der städtischen Gremien wie auch interessierte Bürger und Bürgerinnen hatten sich eingefunden, um das Resümee der Jugendlichen zu hören und die durch Begleiterin Elisa Mand multimedial vorbereitete Präsentation zu erleben.

Die Präsentation machte deutlich, dass es nicht nur um Inhalte ging, sondern, dass sich junge Menschen in der gemeinsamen Woche kennen und schätzen gelernt haben. Dabei nahmen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Hürde der verschiedenen Sprachen zwar zu Beginn wahr, konnten sie aber schnell überwinden. Das Interesse, mehr aus dem Leben der „anderen“ Jugendlichen zu erfahren, wuchs von Tag zu Tag. Dass man sich am letzten Tag nur ungern trennte, war deutlich spürbar – auch in den Dankesworten von Bürgermeister Frank Börner und Betreuerin Iryna Mykytka. Beide versprachen, an einer Fortsetzung zu arbeiten: „Wir sehen uns im nächsten Jahr in Schtschyrez“, hieß es bei der Verabschiedung.

Die deutsch-ukrainische Begegnung wird gefördert im Programm „MEET UP! Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

„O-Töne“

„Unser Ziel war es, dass die Jugendlichen durch verschiedene Freizeit- und Bildungsangebote voneinander lernen können. (Frank Degenhardt, Projektleiter Gudensberg)

„Die Menschen haben uns sehr offenherzig und freundlich empfangen“ (Bohdan Lysetskij, Betreuer Schtschyrez)

„Uns verbindet eben nicht nur der Spaß am gemeinsamen Fußballspielen, sondern auch die Vergangenheit“ (Bohdan Lysetskij, Betreuer Schtschyrez nach dem Besuch der Gedenkstätte Breitenau)

„Die Ergebnisse sollten die Jugendlichen mit eigens gestalteten Symbolen in der Gudensberger Innenstadt und in einem öffentlichen Blog im Internet präsentieren“ (Violetta Bock und Joachim Haas, Teamer Medienprojekt)

„Durch die Konflikte in der Ukraine haben viele der Jugendlichen vergessen, wie es sich anfühlt, in einer friedlichen Welt zu leben. Sie tragen in ihrem jungen Alter viel Verantwortung. Auch deshalb waren die Themen im Medienprojekt so wichtig.“ (Iryna Mykytka, Betreuerin und Dolmetscherin )

„Es ist schön zu sehen, wie sich innerhalb kürzester Zeit eine starke Freundschaft zwischen allen beteiligten Jugendlichen entwickelt hat“ (Frank Degenhardt, Projektleiter Gudensberg)

„Unser Projekt weist in die Zukunft. Wir wollen mehr Verständnis füreinander schaffen. Begegnungen zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Kulturen sind dabei besonders wichtig.“ (Frank Börner, Bürgermeister)

„Wir hoffen darauf, dass im nächsten Jahr deutsche Jugendliche in die Ukraine kommen können, um die Zusammenarbeit fortzusetzen.“ (Iryna Mykytka, Betreuerin und Dolmetscherin ) (pm | rs)

 

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