Gemeinsame Vorlage der Gemeinde Schauenburg und der Stadt Baunatal

Geprüft wird jetzt im Baunataler Rathaus (Archivfoto: Rainer Sander)

Geprüft wird jetzt im Baunataller Rathaus (Archivfoto: Rainer Sander)

Prüfung der weiteren interkommunalen Zusammenarbeit

Baunatal | Schauenburg
. Mit einer gemeinsamen Vorlage, die zeitgleich im Magistrat der Stadt Baunatal und im Gemeindevorstand in Schauenburg beschlossen wurde, sind weitere Prüfungen einer möglichen Zusammenarbeit in Gang gesetzt worden, so eine Pressemittelung aus dem Baunataler Rathaus. Danach sind weitreichende Prüfungen auf den Weg gebracht: Wie Bürgermeisterin Ursula Gimmler und Bürgermeister Manfred Schaub in der Pressemitteilung ausdrücklich betonen, sind die zur Prüfung in Auftrag gegebenen Punkte noch keineswegs beschlossene Sache.

Sie werden jetzt einer ganz präzisen Beurteilung hinsichtlich Machbarkeit und Finanzierbarkeit unterzogen: „Mögliche Veränderungen in Abläufen und Strukturen eignen sich nicht für subjektive Einschätzungen und oberflächliche Betrachtungen“, so die beiden Verwaltungschefs. Stattdessen sollen genaue Kosten ermittelt und die Verwaltungsabläufe miteinander verglichen werden. „Und das wird auf jeden Fall ganz transparent mit den Mitarbeitern und Personalräten geschehen“, so Gimmler und Schaub weiter.Zurzeit werden die Zahlen zusammen getragen, die Dauer, Umfang und Aufwand einzelner Arbeitsschritte erkennen lassen, aus denen dann möglicherweise Kooperationen oder gemeinsames Nutzen von Gerätschaften sinnvoll werden könnten.

 Auch im Schauenburger Rathaus wird gerechnet (Foto: Rainer Sander)

Auch im Schauenburger Rathaus wird gerechnet (Foto: Rainer Sander)

Zusammenarbeit bereits auf hohem Level
Die Gemeinde Schauenburg und die Stadt Baunatal arbeiten schon seit Jahren erfolgreich in Teilen der Verwaltung, als Zweckverband oder in Projektform, zusammen. So sind Abwasserbeseitigung, Hochwasserschutz, Standes- und Rechnungsprüfungsamt Belege für gelungenes Zusammenwirken im Sinne der Bürger. Man kauft und lagert aber auch gemeinsam Streusalz ein und auch das Gewerbegebiet in Elgershausen ist interkommunal.
Es scheint eine fruchtbare Nähe im Tal der Bauna zu geben. Der Prüfauftrag vom Gemeindevorstand Schauenburg und Magistrat in Baunatal umfasst folgende Punkte:

Ordnungswesen
Der schon vorhandene gemeinsame Gewerbeprüfdienst soll daraufhin untersucht werden, ob er um Vollstreckung und Hilfspolizeiwesen ergänzt werden kann.

Stadtbücherei
Da bereits zahlreiche Einwohner der Gemeinde Schauenburg schon jetzt als Leser in Baunatal registriert sind, soll eine echte vertragliche Bündelung des Angebots geprüft werden.

Verwaltung von Gemeinschaftshäusern
Dabei geht es um die Prüfung, ob die Abwicklung von Vermietung und Unterhaltung der Gemeinschaftshäuser verwaltungsmäßig zusammen betreut werden kann.

Personalverwaltung
Da beide Verwaltungen das Programm LOGA der ekom 21 nutzen, sollen die Abläufe der Lohn- und Gehaltsabrechnung geprüft werden.

EDV und Telekommunikation
Eine mögliche Bündelung fachlicher Kompetenz zur Betreuung der Technik sowie Hardware nebst Telekommunikation soll geprüft werden.

Kassenverwaltung
Vor dem Hintergrund der identischen Software (ekom 21/ Kassenwesen) soll die mögliche Wahrnehmung der Kassengeschäfte durchgerechnet werden.

Baubetriebshof
Auch hier bieten sich Winterdienst, gemeinsame Nutzung des Maschinenparks, Grünpflege sowie Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten in der Werkstatt zur Prüfung von möglichen Poolbildungen an.

Technische Leistungen im Feuerwehrdienst
Schon jetzt werden technische Betreuungsleistungen im Stützpunkt Baunatal durchgeführt, die nach der Modernisierung des Gebäudes auf weitere Punkte geprüft werden.

Vergabeplattform Nordhessen
Mit dem Landkreis und der Stadt Kassel betreibt die Stadt Baunatal seit Jahren erfolgreich die elektronische Vergabeplattform Nordhessen. Über diese Plattform werden insgesamt mehr als 1.000 Verfahren jährlich komplett abgewickelt. Es soll deshalb geprüft werden, ob sich technisch und organisatorisch eine Ausweitung im Vergabewesen auf Schauenburg anbietet.

Prüfung der rechtlichen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen
Magistrat und Gemeindevorstand haben die Verwaltungen gebeten, die Prüfaufträge unter Betrachtung der rechtlichen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen so zu untersuchen, dass Ende August 2015 Bericht erstattet werden kann.

„Dann wird Position bezogen, was geht und was nicht – Zwischenberichte und Spekulationen verbieten sich schon im Interesse der Mitarbeiter“, so Gimmler und Schaub. (pm|rs)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.