Internationales Straßencafé in Niedenstein

: Ein buntes Bild aus internationalen Flaggen (Foto: Rainer Sander)

Ein buntes Bild aus internationalen Flaggen (Foto: Rainer Sander)

Zur Verständigung der Kulturen auf die Straße gegangen

Niedenstein. Zum Abschluss einer „Wochen gegen Rassismus“ gingen die Niedensteiner im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße. Das erste „Internationale Straßencafé lockte am Samstag, den 4. Juni 2016 etwa 500 Menschen auf den Obertorplatz. Von 14 bis 18 Uhr hatten die Initiatoren eine bunte Kaffeetafel aufgebaut. Mitmachaktionen, Kulturelles und bunte internationale Speisenauswahl von Orientalischen Leckereien bis zum Amerikanischen Cookie, sorgten dafür, dass sich Einheimische und ausländische Mitbewohner sowie Gäste kennenlernen konnten.

Allein bei einem Trommelkurs beteiligten sich über 70 Teilnehmer aus vielen Nationen. Traditionen und Kulturen sollten an diesem Nachmittag zusammen treffen, um Hürden abzubauen, Verständigung zu schaffen und diese auch zu leben. So und nicht geringer lautete der Anspruch für die Veranstaltung. Das Konzept ist aufgegangen. Spontan gab es arabische Tänze und auf den Bänken saßen Flüchtlinge neben Deutschen und auch die guten Beispiele für bereits gelungene Integration nutzten die Gelegenheit, sich darzustellen. Allen voran Kelley Wright mit seinen amerikanischen Leckereien.

Arabische Tänze – Flüchtlinge und Niedensteiner gemeinsam (Foto: Rainer Sander)

Arabische Tänze – Flüchtlinge und Niedensteiner gemeinsam (Foto: Rainer Sander)

Ehrenamtliches Engagement

Der Arbeitskreis für die Flüchtlingshilfe, die Jugendpflege, die ausländischen „Neubürger“ selbst und viele Helfer hatten ehrenamtlich alles gut vorbereitet. 48 verschiedene Nationen sind zurzeit in Niedenstein zu Hause. 164 Flüchtlinge werden aktuell zwischen Hessenturm und Altenburg betreut. Eine Herausforderung, der sich viele Menschen stellen und das Straßencafé hat gezeigt, dass viele Ressentiments auf Vorurteilen beruhen, die sich im direkten Kontakt schnell abbauen lassen.

Aus Kassel war Dark Vatter mit Liedern in Kasseläner Mundart angereist, die Moderation hatte Bürgermeister Frank Grunewald höchstpersönlich übernommen. Das Kampagnenmotiv war zusammen mit der Jugendpflege entwickelt wurden und zeigte die Vereinigung verschiedener Kulturen sowie im Hintergrund das Niedensteiner Rathaus und den Hessenturm. (rs)

 

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