Kein Hochwasser mehr in Baunatal und Schauenburg

Schweres Gerät in der Bauna bei Guntershausen (Foto: Rainer Sander)

Schweres Gerät in der Bauna bei Guntershausen (Foto: Rainer Sander)

Symbolischer Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen in Guntershausen
Baunatal/Schauenburg. Es war gerade so, als hätten der Donnergott und der Wettergott am vergangenen Donnerstagabend sagen wollen, „Ihr habt es richtig gemacht!“ Wenige Minuten vor dem symbolischen Abschluss der Wasserschutzmaßnahmen an der Bauna in Guntershausen, zog ein ordentliches Wintergewitter mit kräftigen Schauern aus Hagel, Graupel und Regen über Nordhessen und erinnerte ein wenig an das Ereignis aus dem Jahr 1992, dem extremen Hochwasser vom 19. Juli, das die Kommunen Baunatal und Schauenburg dazu veranlasste, entlang der Bauna den Hochwasserschutz deutlich zu verbessern.

 

Die letzten Bauarbeiten November an der Bauna in Guntershausen (Foto: Rainer Sander

Die letzten Bauarbeiten November an der Bauna in Guntershausen (Foto: Rainer Sander

Entstanden sind verschiedene Rückhaltebecken, Renaturierungen, Flächen, auf denen sich Wasser ausbreiten kann, Schutzmauern, Gewässerausleitungen, Veränderungen an Bauwerken wie Brücken und vieles mehr.
Bürgermeister Manfred Schaub erinnerte an Situationen, wie den „seltsamen Rückstau vor wenigen Jahren, als Hochwasser in der Fulda das Wasser in die Bauna zurückdrängte und in Guntershausen plötzlich Keller unter Wasser standen. Die aktuelle Maßnahme, die jetzt nach 22 Jahre nach dem auslösenden Ereignis abgeschlossen wurde, war im Ursprung ein EXPO-Projekt und beim symbolischen Abschluss am Hexenhäuschen in Guntershausen waren viele dabei, die die Maßnahmen von Anfang an begleitet haben.
Maßnahmen greifen bereits

So sieht der Hochwasserschutz zeichnerisch aus (Foto: Rainer Sander)

So sieht der Hochwasserschutz zeichnerisch aus (Foto: Rainer Sander)

Und es wirkt, denn in den letzten Jahren hat es keine vollgelaufenen Keller mehr gegeben. Leider, so Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub, bleibt Geld, das unter der Erde vergraben wird, für alle Zeit unsichtbar und der Erfolg solcher Maßnahmen wird dann meist nicht gewürdigt. Immerhin 1.000.000 Euro hat die Maßnahme gekostet, 700.000 Euro – etwa zwei Drittel – kamen vom Land Hessen. Damit sichtbar bleibt, was rein optisch spätestens dann unsichtbar, wenn genug Schilfgras über der Baustelle gewachsen ist, wurde gegenüber des Hexenhäuschens eine Informationstafel angebracht, die anschaulich zeigt, in welchem Umfang hier Hochwasserschutz realisiert wurde und was dafür notwendig war.

 

Eine Tafel informiert über den Hochwasserschutz an der Bauna – bei der Freigabe: Hermann Krause (Beigeordneter Schauenburg), Ursula Gimmler (Bürgermeisterin Schauenburg), Manfred Schaub und Silke Engler (Erste Stadträtin) (Foto: Rainer Sander)

Eine Tafel informiert über den Hochwasserschutz an der Bauna – bei der Freigabe: Hermann Krause (Beigeordneter Schauenburg), Ursula Gimmler (Bürgermeisterin Schauenburg), Manfred Schaub und Silke Engler (Erste Stadträtin) (Foto: Rainer Sander)

Die Tafel verzeichnet auch, was im Einzelnen geschehen ist, unter anderem: 500 Kubikmeter Bodeneinbau für Erdwallungen, 3000 Kubikmeter Bodenabtrag zur Gewässeraufweitung, 2250 Tonnen Wasserbausteine zur Sicherung des Ufers, 95 Kubikmeter Stahlbeton für Mauern, 70 Meter Fertigteile für Mauern, eine neue Brücke. Zwei alte Brücken wurden abgerissen, vor denen sich Wasser stauen konnte. (rs)

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