Kinder- Familienzentrum mit zwölf Kindergartengruppen am Baunsberg



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Statt Grundstein: eine Informationstafel zum Kinder- und Familienzentrum (Foto: Rainer Sander)

Statt Grundstein: eine Informationstafel zum Kinder- und Familienzentrum (Foto: Rainer Sander)

200 Kinder, Beratung und Unterstützung

Baunatal. Am Ende, wenn alle Bauarbeiten erledigt sind, gibt es am Baunsberg zwölf Kindergartengruppen für rund 200 Kinder. Der alte Kindergarten Birkenallee hat dann fünf Gruppen, der Kindergarten Abenteuerland des Elternvereins zwei Gruppen und der jetzt neu entstehende Kindergarten Bornhagen ebenfalls fünf Gruppen. Möglich wurde dies durch eine Umplanung im Stadtteilzentrum, dem ehemaligen ökumenischen Baunataler Kirchenzentrum.

Was in den sechziger Jahren bereits als Modellprojekt begann, war von den beiden Kirchengemeinden irgendwann nicht mehr zu finanzieren und die Stadt konnte helfen, weil Bedarf für ein Stadtteilzentrum bestand. Hier sollten zukünftig zu den bereits bestehenden Angeboten auch Dienstleistungen von der AWO mit aufgenommen werden. Diese verbleiben jetzt in der Kasseler Straße und stattdessen kommen zum bewährten Leistungsspektrum mit Beratungs-, Begleitungs- und Unterstützungsangeboten für Familien im Wohnviertel sowie Unterstützung für Flüchtlinge im Quartier am Baunsberg, insgesamt sieben Kindergartengruppen hinzu. Zwei Gruppen betreibt das Abenteuerland bereits und jetzt erfolgte die symbolische Grundsteinlegung für den nächsten Abschnitt.

Tolle Bilder sind beim Malwettbewerb entstanden (Foto: Rainer Sander)

Tolle Bilder sind beim Malwettbewerb entstanden (Foto: Rainer Sander)

Informationstafel statt Grundstein

In einer modernen Welt verlaufen Grundsteinlegung mitunter anders, als die Traditionen vorgeben. Im großen Saal des Kinder- und Familienzentrums am Bornhagen, oberhalb der Birkenallee, der als Multifunktionssaal auch für Veranstaltungen und Feiern genutzt wird, wurde eine Hinweistafel angebracht, die auf die Bedeutung und die Funktion des Zentrums hinweist.

Bei einer Modernisierung im Bestand gibt es einfach keinen neuen Grundstein. Die Hinweistafel wird auch durch das Logo des Landes Hessen geziert, das in dieser Woche einen Bescheid nach Baunatal geschickt hat, nach dem das Gesamtprojekt Familienzentrum mit 4.000 Euro in diesem Jahr und 12.000 Euro in den kommenden Jahren gefördert wird.

Der Innenausbau schreitet voran (Foto: Rainer Sander)

Der Innenausbau schreitet voran (Foto: Rainer Sander)

1,3 Millionen Euro Gesamtkosten

Zusammen 1,3 Millionen, so Manfred Schaub, wird die Stadt in das Objekt investieren. In Baunatal gibt es kontinuierlich mehr Kinder und das wird auch die Friedrich-Ebert-Schule gleich nebenan nachvollziehen. Vier neue Klassenräume werden bereits jetzt benötigt und wenn das neue Baugebiet bewohnt wird, dürften noch ein paar mehr hinzukommen.

Die Kinder der beiden bestehenden Kindertageseinrichtungen brachten den Bauhandwerkern, den versammelten Magistratsmitgliedern sowie Bürgermeister Manfred Schaub am Donnerstag ein Ständchen mit zwei einstudierten Liedern. Dabei outete sich der Verwaltungschef als Fan der Augsburger Puppenkiste, als die Abenteuerland-Kinder „Eine Insel mit zwei Bergen“ anstimmten und aus Lummerland das Abenteuerland wurde.

Malwettbewerb zum neuen Projekt

Während der Vorbereitungen für die Baumaßnahmen durften die Kinder ihre Vorstellungen von der zukünftigen Einrichtung mit Papier, Pinsel und Stift kreativ zum Ausdruck bringen. Zur Grundsteinlegung wurden die 15 interessantesten Bilder mit Buch-Geschenken prämiert. Von Räumen für Computerspiele zur Eismaschine hatten die Kinder eine Menge gute Ideen, die jetzt alle an den Bauzäunen vor dem Stadtteilzentrum zu bewundern sind.

Jetzt entstehen helle, freundliche Räume, fast alle Versorgungsleitungen wurden erneuert, die Deckenverkleidungen getauscht, die Dächer werden energetisch saniert und Wände mit Trockenbaumaßnahmen abgetrennt. Im September 2016 soll alles fertig sein. (rs)

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