„Land Run“ beim ersten Spatenstich für Neubaugebiet

Ried_01: beim Spatenstich: Anton Schäfer (RDV), Uwe Schenk (Bauamt), Christian Kulpa (RDV), Hans-Jürgen Fingerling, Michael Hohmann (RB), Anton Niepelski , Heinz Kaiser (Stadt Baunatal), Klaus Wiegand (Külmer-Bau) (Foto: Rainer Sander)

Ried_01: beim Spatenstich: Anton Schäfer (RDV), Uwe Schenk (Bauamt), Christian Kulpa (RDV), Hans-Jürgen Fingerling, Michael Hohmann (RB), Anton Niepelski , Heinz Kaiser (Stadt Baunatal), Klaus Wiegand (Külmer-Bau) (Foto: Rainer Sander)

„Das Ried“ – mehr Anfragen als Bauplätze bei RDV
Baunatal. Viele Menschen möchten in Baunatal leben, weil die Infrastruktur stimmt, die Bildungslandschaft intakt ist und die Zukunft Perspektiven bietet. Und immer, wenn ein Neubaugebiet freigegeben wird, ist es ein bisschen wie früher in Amerika, wenn mit einem „Land Run“ – (wer zuerst kommt…) neue Siedlungsflächen in neuen Staaten per Startschuss freigegeben wurden. Auch auf der Fläche der ehemaligen Gärtnerei Fingerling im Stadtteil Großenritte, dem Neubaugebiet „Das Ried“, ist es nicht anders. Anders ist, dass nicht die Stadt erschließt und vermarktet, sondern mit der RDV GmbH, einer 100prozentigen Tochter der Raiffeisenbank eG, eine private Gesellschaft.

Die Entscheidung so zu verfahren, lag beim Eigentümer Hans-Jürgen Fingerling. Er weiß die Projektierung und die Ausführung bei den „Bankern“ in guten Händen und Michael Hohmann, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Baunatal betonte beim 1. Spatenstich zugleich die Wichtigkeit des Vorzeigeprojektes für Baunatal, die Bank und Großenritte. Dabei hat die Finanzdienstleistungs- und Vermittlungs- Gesellschaft der Bank des verständlich den Geschäftserfolg im Blick – sowohl für den Eigentümer, die vielen Häuslebauer und die Stadt. Man gehe, so Hohmann mit viel Kompetenz an die Arbeit und schließe mit für 19 Bauplätzen für Ein- oder Zweifamilienhäuser eine Bebauungslücke.
Die Bank möchte ihre Kompetenz in der Baufinanzierung auch bei den Grundstückskäufern zum Ausdruck bringen.

Die Erschließungsarbeiten haben begonnen (Foto: Rainer Sander)

Die Erschließungsarbeiten haben begonnen (Foto: Rainer Sander)

Erschließungs-Standard der Stadt Baunatal zählt
Erschlossen wird nach den Standards der Stadt. Bereits in 3 Monaten soll die Erschließung abgeschlossen sein. Und schon jetzt ist klar, es gibt mehr Nachfrage als Bauplätze vorhanden sind. In 2 Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein. Wer kauft unterwirft sich auch der Bebauungspflicht im ausgewiesenen Areal. Die Fläche selbst liegt im Kerngebiet des Stadtteils und bietet nach Süden ausgerichtet eine nicht verbaubare Fernsicht.

Unter diesem Aspekt ist die Erschließung des rund 12.500 Quadratmeter großen Grundstücks zu sehen, wie die RDV GmbH in einer Mitteilung verlauten lässt: „es ergeben sich damit interessante neue Märkte und Chancen, um der gestiegenen Nachfrage nach Grundstücken in ihrem Kerngebiet Rechnung zu tragen. Die derzeit vorliegende Interessentenliste umfasst – laut Presseinformation – bereits 60 Privatpersonen und etliche Bauträger. Ein Verkauf der Grundstücke zu einem Preis von 140,00 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Kosten für den Hausanschluss ist dem Preisniveau des städtischen Baugebietes „Am Stadtpark“ angepasst.

Großenritte ist gefragter Wohnort
Der Stadtteil Großenritte sei ein gefragter Wohnort. Da bereits ein älterer Bebauungsplan vorlag, dieser jedoch mit erheblichen Einschränkungen versehen war, musste in den letzten 18 Monaten Baurecht geschaffen werden. Mit der amtlichen Veröffentlichung am 19.08.2015 ist dies geschehen.
Die Planung und Umsetzung der Erschließung wird durch das Ingenieurbüro Anton Niepelski, Baunatal-Altenritte, begleitet. Der städtebauliche Vertrag mit der Stadt Baunatal ist bereits geschlossen worden.

An der Niedensteiner Straße sind Stadthäuser geplant, während im mittleren und südlichen Kern Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser entstehen können. Bei allen Maßnahmen wird in enger Absprache mit der Stadt Baunatal gearbeitet. Die Größe der Gebäude wird durch den Bebauungsplan vorgegeben.

Das Neubaugebiet Ried (Foto: Rainer Sander)

Das Neubaugebiet Ried (Foto: Rainer Sander)

Verkauf während der Erschließungsphase
Die RDV plant, während der Erschließungsphase mit dem Verkauf der Grundstücke zu beginnen, damit die Grundstückskäufer noch in 2015 Bauanträge stellen können. Nach einer geplanten Bauphase von 12 bis 24 Monaten können die ersten Häuser in 2016 bezogen werden. Es ist geplant, die Verkehrsflächen im Sommer 2017 endgültig an die Stadt Baunatal zu übertragen.
Anton Niepelski erläuterte vor über 70 Gästen beim Spatenstich die Schwierigkeiten bei der Erschließung. Diese liegen insbesondere im Bereich der Entwässerung. Auf jedem Grundstück wird eine Zisterne geschaffen, außerdem ein zentrales Drossel-Bauwerk, um die Einleitung des Regenwassers in die Sommerbach- und Tiefenbach-Verrohrung zu steuern, denn nur 25 Liter pro Sekunde dürfen eingeleitet werden. Ein zwischenzeitlich aufgekommener Verdacht auf Kampfmittel-Rückstände hat sich bei einer geomagnetischen Untersuchung des Bodens erfreulicherweise nicht bestätigt. Die Ausschreibung zur Ausführung hat die Firma Külmer aus Wehretal gewonnen und den Auftrag erhalten.

Hintergrund: RDV GmbH
Die RDV Raiffeisen Finanzdienstleistungs- und Vermittlungs-GmbH ist ein 100prozentiges Tochterunternehmen der Raiffeisenbank eG Baunatal. Die Anzahl der Beschäftigten liegt bei 127 Mitarbeitern, die in 16 Filialen tätig sind, in den KompetenzCentern Baunatal, Lohfelden, Kaufungen und Schauenburg sogar samstags. Sie wird von rund 18.500 Genossenschaftsmitgliedern getragen. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich über die Stadt Baunatal sowie die Gemeinden Fuldabrück, Helsa, Kaufungen, Nieste, Lohfelden, Schauenburg und Söhrewald im Landkreis Kassel. Die Genossenschaftsbank hat 45.000 Kunden und konnte das Geschäftsjahr 2014 mit einer Bilanzsumme von 583 Millionen Euro abschließen. (rs)

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