Neue Gemeinschaftsunterkunft in Baunatal – ehemaliges Gasthaus bietet bis zu 43 Asylbewerbern neue Heimat



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Asylanten BaunatalBaunatal. Die ersten elf Asylbewerber sind in die neue Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises Kassel im Baunataler Lärchenweg eingezogen. „Wir freuen uns, dass in dem ehemaligen Gasthaus im Zentrum von Altenbauna eine Wohnmöglichkeit für bis zu 43 Asylbewerber entstehen konnte“, betont Jörg Roßberg, Leiter des Fachbereichs Soziales des Landkreises Kassel. Der Landkreis setze damit sein Konzept fort, möglichst in allen kreisangehörigen Kommunen mehrere Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber zu realisieren. „Dieser dezentrale Ansatz ist eine gute Voraussetzung für eine gelingende Integration“, so Roßberg weiter.

Der Landkreis werde in den nächsten Monaten weitere Gemeinschaftsunterkünfte im Kreisgebiet eröffnen, kündigt der Fachbereichsleiter an. Roßberg: „Nachdem Anfang Januar zwischen 50 und 70 neue Asylbewerber pro Woche zur Betreuung durch das Land Hessen zugewiesen wurden, hatten sich die Zahlen im Februar und Anfang März wieder auf dem Niveau von 100 bis 130 eingependelt“. Ab Dezember 2015 musste der Landkreis aufgrund der hohen Zuweisungszahlen Gewerbeimmobilien für die Unterbringung nutzen, „deren Belegung wir jetzt wieder verringern wollen“, informiert Roßberg. Aktuell kommen rund 20 Asylbewerber pro Woche neu in den Landkreis.

 

Die  nächsten Gemeinschaftsunterkünfte plant der Landkreis in Breuna, Fuldatal, Helsa, Hofgeismar, Naumburg und Wolfhagen. Aktuell betreibt der Landkreis Gemeinschaftsunterkünfte in Bad Emstal, Bad Karlshafen, Baunatal, Breuna, Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Grebenstein, Helsa, Hofgeismar, Immenhausen, Nieste, Niestetal, Oberweser, Schauenburg, Trendelburg, Vellmar und Wolfhagen.

In allen Gemeinschaftsunterkünften werden sowohl Alleinreisende wie auch Familien untergebracht. Woher die Asylbewerber stammen, ergibt sich in der Regel erst sehr kurzfristig. „Wir erhalten die Daten über die Anzahl und die Herkunftsländer der Asylbewerber erst sehr kurzfristig am Freitag jeder Woche – am folgenden Mittwoch ist dann der Anreisetag“, berichtet der Fachbereichsleiter. Für die Betreuung beschäftigt der Landkreis pro 50 Asylbewerber einen hauptamtlichen Betreuer.

 

Hauptansatzpunkt des Landkreises sei aber auch weiterhin, die Asylsuchenden möglichst schnell in privaten Wohnraum zu vermitteln. Im Rahmen der Betreuung durch die Mitarbeiter des Landkreises und der Arbeit der Unterstützerkreise werde schrittweise die Voraussetzung geschaffen, dass die Flüchtlinge selbst eine Wohnung anmieten. Roßberg: „Unser Ziel bleibt es, möglichst viele Mietverhältnisse in Wohnungen zu realisieren, da diese Unterbringungsform die Integration und die Teilhabe am Leben in Deutschland am besten ermöglicht“.

 

Entsprechender Wohnraum werde daher weiterhin gesucht. „Wir – Kreis und Vermieter – haben sehr gute Erfahrungen mit der Unterbringung von Asylbewerbern in Privatwohnungen gemacht“, so Roßberg weiter. Leider fehlten besonders Wohnungen für alleinstehende Asylbewerber.

 

Alle Vermieter, die noch freie Wohnungen zur Verfügung haben, sollten sich mit Wilburg Kleff, Susanne Baberuxki und Karsten Nickel vom Fachbereich Soziales in Verbindung setzen (Tel.: 0561/1003-1841/Mail: wilburg-kleff@landkreiskassel.de/Tel.: 0561/1003-1534/Mail: susanne-baberuxki@landkreiskassel.de/Tel.: 0561/1003-1846/Mail: karsten-nickel@landkreiskassel.de) und so helfen, den hilfesuchenden Menschen den Einstieg in ein geregeltes Leben in Deutschland zu erleichtern.

 

Die 2814 Ende April vom Landkreis betreuten Asylbewerberinnen und Asylbewerber, kommen aus über 40 verschiedenen Herkunftsländern. Die meisten Menschen stammen aus Syrien (900), Afghanistan (662), Irak (296), Somalia (139), Iran (139), Pakistan (134) und Eritrea (106). Die Wohnorte der Asylbewerber im Landkreis verteilen sich auf 27 Kommunen im Landkreis. Bedingt durch die Gemeinschaftsunterkünfte wohnen die meisten Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Wolfhagen (779), Fuldatal (317), Niestetal (276), Bad Karlshafen (222) und Grebenstein (212). Weitere Kommunen mit einer nennenswerten Anzahl von Asylbewerbern sind Baunatal, Fuldabrück, Vellmar und Oberweser.

 

Hintergrund:

Die aufgeführten Zahlen beziehen sich auf die Leistungsberechtigten nach dem  Asylbewerberleistungsgesetz. Sofern die Asylbewerberinnen und Asylbewerber einen anderen Aufenthaltstitel (wie z.B. eine Aufenthaltserlaubnis von mehr als sechs Monate erhalten) werden sie in dieser Statistik nicht mehr erfasst, da sie von den Jobcentern betreut werden. Die Zahl der im Landkreis lebenden Menschen, die als Asylbewerber eingereist sind, ist daher höher.

 


PM LDKRS Ks

(CB)



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