Richtfest für Pflegeheim in Edertal-Giflitz



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Der Richtspruch (Foto: Rainer Sander)

Der Richtspruch (Foto: Rainer Sander)

Mitten im Leben heißt das Pflegemotto
Edertal. Eine belebte Straße vor dem Haus, pure Natur auf dessen Rückseite, Metzger, Bäcker, Bank, Supermarkt um die Ecke und das Rathaus nebenan, das sind die wichtigen Daten für das zukünftige Pflegeheim im Ortsteil Giflitz der Gemeinde Edertal. „Mitten im Leben“, so lautet das Motto des Bauherrn und künftigen Trägers „Internationales Bildungs- und Sozialwerk e.V.“ (int-bsw). Die Lage könnte also besser gar nicht sein, aber auch das Pflegekonzept orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der Bewohner, so erklärt Siegfried Renneke, Vorsitzender des Vereins, die Ziele. Nicht die Senioren müssen sie anders Konzept anpassen, sondern die Pflege nimmt die Bedürfnisse der Bewohner wahr. Ausschließlich Einzelzimmer – 66 an der Zahl – hat das Kasseler Architekturbüro Jentzsch, das auf Pflegeheime spezialisiert ist, geplant. Sie sind in Hausgemeinschaften zusammengefasst. Eine zentrale Küche gibt es, aber in den Wohngruppen können die Senioren gemeinsam selber kochen und essen, so wie man es zu Hause bisher eben auch getan hat.

Man kann erahnen, wie das Gebäude aussehen wird. (Foto: Rainer Sander)

Man kann erahnen, wie das Gebäude aussehen wird. (Foto: Rainer Sander)

Große Bedeutung für die Gemeinde
Wenn ein Pflegeheim – wie am letzten Freitag – bereits beim Richtfest Prominenz bis in den Landtag anzieht, dann muss es bedeutsam für die Region sein. Bürgermeister Klaus Gier erzählte beim Richtfest die Entstehungsgeschichte der zukünftigen Pflegeeinrichtung in der Mitte zwischen Bergheim und Giflitz. Für die Menschen in der Gemeinde Edertal sei es wichtig, dass sie bei Pflegebedürftigkeit den Wohnort nicht wechseln müssen. So habe man sich jahrelang um ein solches Objekt bemüht, aber die öffentliche Förderung des Landes geht inzwischen von veralteten Bedarfszahlen aus und danach können gemeinnützige Träger wie Diakonie, Caritas oder Rotes Kreuz nicht die nötigen Zuschüsse erhalten.
Mit dem int-bsw und der Deutschen Kreditbank konnten Finanzierung und Realisierung sichergestellt werden und nun soll im Herbst Eröffnung sein. Auch Claudia Ravensburg, Landtagsabgeordnete aus Waldeck-Frankenberg, nutzte die Gelegenheit, sich die Einrichtung anzusehen. Auch für sie ist es wichtig, dass Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können und vielleicht nachmittags ihre Kinder besuchen. Zu ihrer Freude werden alle Gewerke von Firmen aus der Region ausgeführt. Für Renneke eine Selbstverständlichkeit, denn auch die Arbeiter auf dem Bau sorgen für Mund-zu-Mund-Propaganda.

So sehen die zukünftigen Einzelzimmer aus (Foto: Rainer Sander)

So sehen die zukünftigen Einzelzimmer aus (Foto: Rainer Sander)

Einzigartiges Grundbuchamt – aber 300.000 € von der Deutschen Fernsehlotterie
Professor Dr. Dr. h.c. Heinrich Schnatmann, Finanzvorstand des Trägers, präsentierte beim Spatenstich auch stolz einen Scheck der deutschen Fernsehlotterie über 300.000 Euro, der für die anerkannt hohe Qualität des Trägers spricht. Was er nicht verstehen kann ist, dass teilweise zwischen Finanzierungen in Anspruch genommen werden müssen, weil es dem zuständigen Grundbuchamt in Fritzlar auch nach eineinhalb Jahren nicht gelungen ist, den neuen Eigentümer ins Grundbuch einzutragen, was für eine Baufinanzierung zwingend notwendig ist. Das verteuert den Bau unsinniger Weise. „Ein einzigartiges Grundbuchamt“, so das Resümee von Professor Schnatmann. (rs)

 

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