Spielmobile sind Werkstätten der Kreativität

Spielträume1Experten für Spiel(T)räume beim 43. Internationalen Spielmobilkongress in Baunatal

Baunatal. „Spiel(T)räume“, unter diesem Motto steht der 43. Internationaler Spielmobilkongress vom 06.10.2015 bis 10.10.2015 für pädagogisches Fachpersonal in Baunatal. Das ist gleichzeitig der erste Kongress in Hessen und damit eine Premiere für das Bundesland. Über 100 Vertreter von Spielmobilen aus Deutschland und dem benachbarten Ausland sowie weitere 150 Tagungsteilnehmer werden erwartet.Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft der von Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Baunatal in einer Reihe mit Metropolen Europas
Seit 1970 werden jährlich Spielmobilkongresse europaweit ausgerichtet. So fanden diese beispielsweise in München, Freiburg, Salzburg, Zürich oder Turin statt. Die Tagung ist ein wichtiger Motor für Innovations- und Veränderungsprozesse. Im Fokus steht das Spielen als kulturpädagogisches Element in der Menschwerdung und als ganzheitlicher Bildungsansatz. Ralf Hoffmann, Verbandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile erläuterte bei einem Pressetermin, dass diese Vernetzung wichtig ist, weil sich auch die Kindheit verändern. Die Kinder werden mit anderen Schulformen und neuen Kindergartenkonzepten konfrontiert und Spielen ist besonders wichtig! „Kinder spielen nicht um zu lernen, aber sie lernen beim Spielen“, erläutert Loreta Lieber, die Leiterin des Baunataler Spielmobils Augustine.

Das Baunataler Spielmobil Augustine in Aktion beim Stadtfest (Archivfoto: Rainer Sander)

Das Baunataler Spielmobil Augustine in Aktion beim Stadtfest (Archivfoto: Rainer Sander)

Augustine ist beliebt in Baunatal
„Das Spielmobil erfreut sich in Baunatal großer Beliebtheit. Der Kongress schafft die Möglichkeit die Spielmobilarbeit in den Focus der Öffentlichkeit zu bringen und über die Grenzen bekannt zu machen“, sagt Bürgermeister Manfred Schaub und ergänzt: „das Spielmobil ist auch Teil der Baunataler Bildungslandschaft.“. „Durch den Kongress entstehen Impulse, die regional und überregional zum Tragen kommen“, ergänzt Loreta Lieber, Leiterin des Baunataler Spielmobils.

„Spiel ist die besondere Kultur des Kindes und dessen Form der Wirklichkeitsaneignung. Der Blick wird hierbei auf die Vielfältigkeit des Spiels gerichtet. Die Auseinandersetzung mit Spielen in ihren kreativen Formen ermöglicht damit das Kernelement, Spiel(T)räume Wirklichkeit werden zu lassen“, so Lieber weiter.

Hochwertige Fachveranstaltung
Gemessen an den Referenten des Kongresses, muss dieser eine hohe Qualität verkörpern. Am 7. Oktober referiert Professor Dr. phil. Werner Linder über das Thema „arrangieren als Bildungskonzept in der pädagogischen Praxis. Bei Professor Dr. Waldo Blinkert geht es um „urbane Räume und Kindheit – Chancen und Herausforderungen“.

Spielen muss Spaß machen! (Archivfoto: Rainer Sander)

Spielen muss Spaß machen! (Archivfoto: Rainer Sander)

Spielfest ist öffentlicher Höhepunkt am 9. und 10. Oktober 2015
Zwischen 8 und 15 Spiel Mobile aus ganz Europa, beispielsweise aus Rumänien (mit 3 Tagen Anfahrt) werden erwartet. Am Freitag und am Samstag (9. und 10. Oktober) werden diese alle zusammen ein Spielfest auf dem Marktplatz gestalten. Während am Freitagvormittag die Grundschulen bereits angemeldet sind, sind die übrigen Zeiten öffentlich für alle Baunataler Kinder. Eine Gelegenheit, die so schnell kein zweites Mal kommt, so viele pädagogisch sinnvolle und spannende Spielstationen mit Betreuung durch Fachkräfte zu erleben. An diesen Tagen macht spielen ganz besonders viel Spaß, denn das ist der Sinn des Spielfestes.

 

Weitere Informationen zum Ablauf, den Workshops, der Unterkunft und zum Spielfest gibt es unter: www.spielmobil-baunatal.de. (rs|pm)

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