Baunataler unterstützen Baunataler

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Große Runde im Rathaus bei der Scheckübergabe (Foto: Rainer Sander)

Kuratorium „Aktion für behinderte Menschen“ verteilt 11.600 Euro

Baunatal
. Es ist Geld, das von Baunataler Bürgern stammt und jetzt an behinderte Menschen in Baunatal und deren Organisationen verteilt wird. Jahr für Jahr kommen die Schecks von der „Aktion für behinderte Menschen“ (Afb). Dafür hat die „Afb“ auch jedes Jahr zuverlässige Quellen: den höchsten Betrag hat dieses Jahr der Großenritter Skiclub Schmandhasen gesammelt. 3400 Euro kamen bei diversen öffentlichen Veranstaltungen als Spenden zusammen. Das Heeresmusik-Corps aus Kassel hat beim jährlichen Konzert fast den gleichen Betrag eingespielt. 3360 Euro wurden an das Kuratorium überwiesen. Von der Raiffeisenbank Baunatal kommen 2500 Euro und das Kuratorium hat aus anderen Spenden noch einmal 1740 Euro drauf gepackt.
So konnten am heutigen Donnerstag 11.600 Euro verteilt werden. Zu den Empfängern gehören neben 14 Familien und Menschen mit Behinderungen, für die wichtige Alltagshilfen finanziert werden, der Förderverein der Musikschule Baunatal, die Suchtberatung des Diakonischen Werkes, der Verein Frauen helfen Frauen, die Unabhängige Behindertengruppe und das Kirchenzentrum der evangelischen Kirche.

Einzelfallhilfen und Unterstützung von Organisationen

Für die Einzelempfänger standen Hilfsmittel wie ein belastbares Sofa in einer ganz bestimmten Höhe, eine Schiebetür oder behindertengerechte Haushaltsgeräte auf der Wunschliste. Wünsche, die Susanne Bauer (Geschäftsführerin) und Dirk Engels (Vorsitzender) gerne erfüllen.
Der Förderverein der Musikschule wird von seinem Scheck Instrumente für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen finanzieren und deren musikalische Ausbildung unterstützen. Die Suchtberatung des diakonischen Werkes, die in Baunatal im „Haus der Begegnung“ vor Ort tätig ist, wird ein ganz neues Projekt für Kinder von suchtkranken Menschen fördern, der Verein „Frauen helfen Frauen“ schafft Hilfsmittel für das alltägliche Leben insbesondere von behinderten Frauen im Frauenhaus an. Die „Unabhängige Behindertengruppe“ wird unter Anderem kulturelle Veranstaltungen für behinderte Menschen ermöglichen und die Kirche wird ihre Beratungsarbeit im „Haus der Begegnung“ mit den zusätzlichen Mitteln ausbauen.

Leuchtturmprojekte und Alltägliches zur Inklusion – Stadtfest fast barrierefrei

„Wir wären ärmer in der Gesellschaft“, stellte Engels bei der Scheckübergabe fest und „was hier möglich ist, ist nicht normal“. Er hat sich auch bei den Empfängen umgesehen und zeigte sich beindruckt vom „Haus der Begegnung“ am Marktplatz, dem Leuchtturmprojekt der Inklusion in Baunatal. Für Bürgermeister Schaub ist es zudem wichtig, dass es in der Stadt nicht allein bei den Leuchtturmprojekten bleibt, weil nur mit diesen die Inklusion nicht gelebt wird. Von den vielen Absenkungen der Bordsteine bis hin zum heute fast barrierefrei beginnenden Stadtfest, gehören viele kleine Bausteine dazu – eben auch die alljährliche Spendenaktion des Kuratoriums. (rs)

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