Im Namen des Narrenvolkes!

Narrengericht1

Der Sturm aufs Rathaus mit schweren Waffen (Konfetti) (Foto: Rainer Sander)

Bürgermeister Armin Ross zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt
Lohfelden/Kaufungen. Wenn am Karnevals-Sonntag die Sonne scheint und die Narrenschar mit ihrer Freundlichkeit ansteckt, dann ist in Lohfelden Narrengericht! So, wie auch der Hoppeditz, ist auch diese närrische Juristerei eine Erfindung der Lohfelden Karnevalisten. Der Mut, Dinge anders zu machen, ist den Lohfeldenern offensichtlich zu Eigen und es sind auch diese schönen Dinge, die ankommen.

Ein paar Hundert Lohfeldener – und diesmal sicherlich auch Kaufungener – waren auf dem Platz vor Rathaus und Bürgerhaus geströmt und wurden Zeugen, wie die Lohfelden Garden unter der Führung von Prinzessin Heidi II. und Prinz Frank I. Zuerst das Rathaus stürmten, dort Bürgermeister Armin Ross aus Kaufungen entdeckten und aufgrund eines Haftbefehls des haushohen Narrengerichtes festnahmen, in Ketten legten und zusammen mit dem Lohfeldener Bürgermeister Michael Reuter und seiner Gemeindekasse, zu einem öffentlichen Schauprozess unter strahlender Sonne abführten.
Beim Sturm auf das Rathaus hatten die Garden übrigens Konfetti eingesetzt, eine der schwersten karnevalistischen Waffen. Außerdem und aber selbst die Unterstützung des Ersten Beigeordneten Klaus Steffeck und des eigens herbeigeeilten Landtagsabgeordneten Timon Gremmels nutzte nichts. Nur wenige Sekunden hielten die Rathaus Mitarbeiter dem Ansturm stand.

[sam id=“43″ codes=“true“]

Armin Ross abgeführt durch Prinz Frank I.(Foto: Rainer Sander)

Armin Ross abgeführt durch Prinz Frank I.(Foto: Rainer Sander)

Hartnäckige Eisenbahnanschlussverweigerung
Wie im Mittelalter unter freiem Himmel und der Begleitung der Söhrewalder Blasmusik, nahm das juristische Schicksal dann seinen Lauf. Die Anklage formulierte Richter Willkür: „Hartnäckige Eisenbahnanschlussverweigerung“ und Rädelsführerschaft in einer illegalen Putzteufelkolonne. Oberstaatsanwalt Scharfmacher – der Löwensenf der närrischen Staatsanwaltschaft – ließ in der Anklage kein gutes Haar an dem Kaufunger Gemeindeoberhaupt. Steinertsee-Bahn könne längst bis Lohfelden fahren, wie es die „Modelleisenbahnverordnung“ des Kreises Kassel (MVo) vorsehe. In Karnevalszeiten schickt er Ännchen & Brigitte zum Putzen durch den Kreis, ein Verstoß gegen die europäische Frühjahrs-und aus Putzordnung. Das sollte für einen Platz in Bad Wehlheiden reichen. Advokat Winkel, schon als linker Verteidiger beim FSC Lohfelden im Einsatz, mühte sich vergeblich, denn sowohl Richter als auch Staatsanwalt schliefen bei seinem Vortrag ein. So erfuhren sie nichts davon, dass Armin Ross dem Modelleisenbahnbau natürlich zustimmt, sobald Lohfelden nach Kaufungen eingemeindet ist es nur noch eine Gemeindeverwaltung und einen Bürgermeister gibt. Mit dieser Einsparung ließe sich die Investition locker finanzieren.

Richter Willkür (Foto: Rainer Sander)

Richter Willkür (Foto: Rainer Sander)

Mildernde Umschläge
Richter Willkür erkannte mildernde Umschläge an und stellte das Verfahren gehe wegen Geringfügigkeit gegen eine Ordnungsauflage ein: bei den Kaufunger Dorftagen 2015 wird der Bürgermeister verpflichtet, 11 × 11 Minuten Geld für die „Kaufunger Nachbarschaftshilfe“ zu sammeln. (rs)

 

 

 

 

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

[sam id=“39″ codes=“true“]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.