Kürzlich entdeckter Pilz nach Witzenhausen benannt

Abbildung A: Befallener Hibiskus; Abbildung B: Vom Pilz befallenes Pflanzengewebe; Abbildung C: F. witzenhausenense auf Malzextrakt-Agar (Ansichten von oben und von unten).

Pflanzenwissenschaftler der Universität Kassel haben zwei neue Pilzarten entdeckt. Eine der beiden neuen Arten benannten sie nach Witzenhausen, Sitz des agrarwissenschaftlichen Fachbereichs der Universität. Die beiden Pilze leben in Wirtspflanzen und wirken sich auf bestimmte dieser Pflanzen wachstumsfördernd aus.

Es handelt sich um zwei neue Spezies der Gruppe Fusarium solani, einer Form von Mikropilzen, die im Gewebe von Wirtspflanzen leben. Prof. Dr. Maria Finckh, Leiterin des Fachgebiets Ökologischer Pflanzenschutz an der Universität Kassel, und ihr damaliger Doktorand Adnan Sisic entdeckten eine der Arten in einem Kompost; sie tauften die Neuentdeckung Fusarium stercicola. Die zweite Art entdeckten sie im Stängel einer Hibiskuspflanze und benannten sie nach ihrem Fundort Fusarium witzenhausenense.

Bei weiteren Untersuchungen stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Pilze auf das Wachstum mancher Wirtspflanzen zwar negativ auswirkten; auf andere Pflanzen wirkten sie sich hingegen günstig aus, etwa auf Erdklee.
Die molekulare Identifikation der neuen Arten wurde in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team von Kollegen vom Biodiversity Institute Utrecht, Niederlande, vorgenommen. Der Fund und die Analyseergebnisse wurden vor kurzem im Fachmagazin „Antonie van Leeuwenhoek“ veröffentlicht.

PM: Universität Kassel (HJ)

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