Pilze sammeln? Aber sicher! Neue Pilzbroschüre Region Kassel erschienen

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Pilze gibt es in Dosen, im Glas und frisch auf dem Markt oder in den Lebensmittelabteilungen der Supermärkte. Man kann aber auch in die Natur gehen und selbst Pilze sammeln – vorausgesetzt man kann giftige von ungiftigen Pilzen unterscheiden. Hilfe und Tipps dafür bietet die Neuauflage der Informationsbroschüre „Pilze – Pilzberatung Region Kassel“, die das Gesundheitsamt Region Kassel rechtzeitig vor Beginn der Pilzsaison jetzt herausgebracht hat.

Jörn Hödtke, Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, hat die Broschüre redaktionell gestaltet. Ehrenamtlich bietet er seit vielen Jahren eine Pilzberatung für die Bürgerinnen und Bürger in der Region an.

In der Pilzbroschüre erfahren Interessierte auf 15 Seiten grundlegendes Wissen zum Thema Pilzesammeln. Informationen gibt es auch für Einsteiger, die erfahren, dass man zum Beispiel ein Bestimmungsbuch, das richtige Messer, einen Korb und natürlich Hinweise darauf braucht, wie man mit den gesammelten Pilzen richtig umgeht. Grundsätzlich gilt es, nur solche Pilze zu sammeln, die man sicher kennt.

„Ziel der Pilzbroschüre ist es, die Lust am Pilzesammeln auf eine gesunde und naturverbundene Art zu fördern und auch Pilzvergiftungen vermeiden zu helfen“, sagte Dr. Karin Müller. Die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel stellte die neue Pilzbroschüre gemeinsam mit Pilzberater Jörn Hödtke am Mittwoch, 11. Juli, vor. „Das Gesundheitsamt Region Kassel und sein ehrenamtlicher Pilzberater wünschen eine gute Pilzsaison 2018 mit Freude in der Natur und Freude beim Pilzeessen durch sachgerechtes Sammeln und Zubereiten.“

Es sei nicht Aufgabe eines Pilzberaters, wahllos zusammengesammelte Pilze in drei Häufchen – essbar, ungenießbar und giftig – einzusortieren, erklärte Hödtke: „Wohl aber kann ein Pilzberater helfen, im Erkennen und Kennen von Pilzen größere Kenntnis zu erlangen. Natürlich kann es dafür im Einzelfall auch sinnvoll sein, einen unbekannten Pilz zum Zwecke der Identifizierung mitzunehmen und dem Pilzberater vorzulegen, um sich schulen zu lassen. Auch gibt es über Pilze eine Menge mehr zu lernen, als bloß die Erkenntnis, welche essbar und welche nicht essbar sind, spielen sie doch im ökologischen Naturgeschehen eine außerordentlich große Rolle.“

Wichtig zu wissen sei auch, dass in verschiedenen Ländern verschiedene Pilze wachsen, die heimischen Arten zum Verwechseln ähnlich sehen, aber dennoch ganz anders und deren Verzehr auch tödlich oder zumindest lebensgefährlich sein können. Pilze außerhalb der Heimat zu sammeln, stelle daher eine besondere Herausforderung dar und sei an eine landestypische Pilzkunde gebunden.

Im Notfall erteilt das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen unter der Rufnummer 0551/19240 Auskunft. Reguläre Beratungstermine für die Pilzberatung sind über die Rufnummer 0561/970970 (Hödtke & Morold Immobilien GmbH) zu vereinbaren.

Die Pilzbroschüre gibt es als Download auf der Homepage des Gesundheitsamtes Region Kassel unter www.gesundheitsamt.kassel.de oder auch als gedruckte Broschüre im Gesundheitsamt. Sie liegt dort in der Wartezone aus. Falls nicht rechtzeitig nachgelegt wurde, einfach in den Anmeldungen neben der Wartezone nachfragen. Sie kann auch klassensatzweise für Schulen und beispielsweise auch für Wandergruppen und Vereine abgegeben werden.

PM: Stadt Kassel (HJ)

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