Universität Kassel produziert eigenen Sonnenstrom – Unterstützung durch cdw Stiftung

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Die Universität Kassel produziert künftig Solarstrom für den eigenen Verbrauch in größerem Maßstab. Mit Unterstützung der Kasseler cdw Stiftung gGmbH werden in den kommenden Jahren mehrere größere Photovoltaik-Anlagen auf Dächern verschiedener Gebäude errichtet. Die geplante installierte Leistung beträgt rund 700 Kilowatt. Die Ersparnis bei den Stromkosten investiert die Hochschule in weitere Nachhaltigkeitsprojekte.

Die cdw Stiftung baut die Photovoltaik (PV)-Anlagen im Wert von rund 1 Mio. Euro sukzessive in den kommenden zehn Jahren; einen entsprechenden Vertrag haben Stiftung und Universität jetzt unterzeichnet. Der Bau der ersten Anlage beginnt in den kommenden Monaten auf dem Dach des Gebäudes an der Wilhelmshöher Allee, dort hat der Fachbereich Elektrotechnik/Informatik seinen Standort. Weitere Gebäude an anderen Standorten folgen. Im Endausbau sollen die Anlagen zusammen etwa 600.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, die Universität will den regenerativ erzeugten Strom möglichst zu 100 Prozent selbst verbrauchen. Auch für Forschung und Lehre werden die Anlagen zur Verfügung stehen.

„Die Region Nordhessen ist stark im Bereich Erneuerbare Energien. Als Universität geben wir hier Impulse durch Forschung, Lehre und durch Wissenstransfer. In Zukunft wollen wir darüber hinaus auch einen Beitrag leisten, indem wir saubere Energie für den eigenen Verbrauch produzieren“, betonte der Kanzler der Universität Kassel Dr. Oliver Fromm. „Wir danken der cdw Stiftung für die großzügige Unterstützung hierbei.“

Thomas Flügge, Geschäftsführer der cdw Stiftung gGmbH, sagte dazu: „Die Erneuerbaren Energien decken in Nordhessen bereits rund 48 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Damit sind wir eine der Vorzeigeregionen in Deutschland. Leider ist der Ausbau jedoch ins Stocken geraten. Wir wollen die regionale Wertschöpfung von über 120 Millionen Euro jährlich weiter ausschöpfen und die Stromversorgung weiter demokratisieren. Die PV-Kooperation zwischen der Uni Kassel als zentralem Akteur unserer Kompetenzregion und uns ist ein positives Beispiel für den weiteren regionalen Ausbau Erneuerbarer Energien.“

Pilot-Hochschule für „Intracting“

Die Universität erwartet durch den selbst produzierten Strom Kosten-Ersparnisse in einem niedrigen sechsstelligen Bereich. Mit den eingesparten Mitteln wird die nordhessische Hochschule weitere PV-Anlagen bauen und Energieeffizienzprojekte umsetzen. Damit ist das Vorhaben Teil eines größeren sogenannten „Intracting“-Projekts, bei dem mit dem Ertrag aus Energie-Sparmaßnahmen neue Energie-Sparmaßnahmen finanziert werden. Die Universität Kassel ist hier deutsche Pilot-Hochschule.

Bislang gibt es an der Universität Kassel Solaranlagen nur in sehr geringem Umfang. Die größten dieser Anlagen mit einer installierten Leistung von etwa 70 kW; sie sind privat finanziert worden, ihr Strom wird ins Netz eingespeist.

PM: Sebastian Mense (HJ)

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