Impfschutz: Gut vorbereitet in den Urlaub

FamilieamStrand.ReiseschutzKnappschaft übernimmt Kosten / Gefahren in Übersee und beim Wandern

Schutzimpfungen sind ein zentraler Bestandteil sorgfältiger Urlaubsvorbereitungen – speziell wenn es in den sonnigen Süden und ferne Länder geht. Etwa anderthalb Millionen Deutsche erkranken jährlich im Ausland, schätzen Fachleute. Gefahren drohen in Gebieten mit für Mitteleuropäer ungewohnten klimatischen Bedingungen. Dazu kommen oft abweichende hygienische und medizinische Standards.

Wer nach Indien fliegt, sollte die Tollwutgefahr im Land nicht unterschätzen, warnt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben auf dem Subkontinent pro Jahr bis zu 20000 Menschen an Tollwut. „Auch aus China werden ständig Fälle gemeldet“, ergänzt der Gesundheitsexperte der Krankenkasse Knappschaft in Frankfurt, Dr. med. Torsten Leonhard. Aber auch schon ein Urlaub in Bayern oder Österreich erfordert erhöhte Aufmerksamkeit, weil Zeckenbisse dort vermehrt die Gefahr einer Infektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bergen.

Um die Gesundheit ihrer Versicherten an allen Urlaubszielen der Welt zu bewahren, erstattet die Knappschaft die Kosten sämtlicher vom Auswärtigen Amt für die jeweilige Region empfohlenen Reiseschutzimpfungen. Ob Cholera, Gelbfieber, Meningokokken-Meningitis, Hepatitis B oder die durch Viren übertragene Tropenerkrankung „Japanische Enzephalitis“. Die Knappschaft übernimmt in allen Fällen Schutzimpfungen, deren Kosten manch andere Krankenkassen nicht zahlt. Das kann die Urlaubskasse spürbar erleichtern. Der Impfstoff gegen Gelbfieber etwa kostet 65 Euro. Alles in allem lassen sich mit dem Reiseschutz der Knappschaft pro Person leicht 300 Euro sparen.

„Über Vorsichts- und Präventionsmaßnahmen sollten sich Reisende in jedem Fall ärztlich beraten lassen“, sagt Knappschafts-Experte Dr. Torsten Leonhard. Der Gelbfieber-Schutz gilt bei Reisen ins tropische Afrika oder nach Südamerika als Pflicht. Auch sollten die Impfungen nicht auf den letzten Drücker erfolgen. So erfordert etwa die Immunisierung gegen Hepatitis A und B bei zwei Impfungen einen Vorlauf von vier Wochen. Idealerweise lässt man sich knapp zwei Monate vor Reiseantritt impfen.

DrLeonhardFünf Tipps von Dr. Leonhard

1. In Süddeutschland und den Alpenländern ist eine Zeckenschutzimpfung gegen FSME ratsam. Die Region gilt als Risikogebiet, viele der Blutsauger übertragen den Hirnhautentzündungserreger.
2. Bei Reisen nach Asien und Afrika ist eine Impfung gegen Polio (Kinderlähmung) dringend erforderlich.
3. Gegen Malaria und Denguefieber gibt es keinen Impfschutz. Zur Malariaprophylaxe gibt es Tabletten. Gegen Denguefieber hilft nur Mückenschutz und möglichst helle, körperbedeckende Kleidung.
4. Wichtig ist es, an eine gute Reiseapotheke zu denken. In jedem Fall sollten Medikamenten gegen Kopf- und Gliederschmerzen, eine entzündungshemmende Salbe gegen Insektenstiche, ein Präparat zur Behandlung von Lippenherpes und ein Schleimlöser für eventuell auftretenden Husten eingepackt werden.
5. Für viele ist weiterhin Urlaubsbräune wichtig. Bei der Sonnenschutzcreme muss auf einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor geachtet werden und sich zumeist mehrmals täglich eingecremt werden. Hautkrebsvorsorge ist sensibel, da sich Schäden durch Sonneneinwirkung oft erst nach Jahrzehnten bemerkbar machen.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

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