Rinder, Ziegen, Pferde – auf Fotosafari in Nordhessen

2. Juli 2012
Von

Es ist erstaunlich, welchen ungewöhnlichen Tieren man im Dreieck zwischen Fulda und Werra begegnen kann. Dabei ist hier nicht die Rede von der faszinierenden Wildtierwelt mit Rot- und Schwarzwild, mächtigen Greifvögeln vom Milan über Falke bis zum Uhu. Es geht hier auch nicht um, Wildkatze oder Luchs, die sich den Blicken der Besucher eher entziehen, inzwischen aber in unseren Wäldern wieder heimisch sind. Eine Fotosafari auf den Spuren interessanter Haus- und Nutztiere ist Thema dieser kleinen Expedition.

Das gemeine Rind

Eigentlich sind alle Tiere interessant und selbst die “gemeine” Kuh gibt schöne Fotomotive ab. Groß sind die Herden, die im Frühjahr mit ihren Kälbern auf die Weide gebracht werden und im Sommer überall auf den Koppeln ihrem Geschäft “Fressen und Wiederkäuen” nachgehen, nicht. Dafür aber bunt, vielfältig und manchmal auch unterhaltsam.

Aber natürlich findet man hier nicht nur das gewöhnliche deutsche Hausrind. Irgendwo zwischen den Dörfern, auf einer Koppel am Waldrand beispielweise tauchen recht unvermutet auch mal ein paar der hornlosen, zotteligen Galloway-Rinder auf und überall in der Region tummeln sich die noch zotteligeren und weitschweifig gehörnten Highland Cattles.

Aug in Aug mit den Koboldartigen

Die aufgeweckten Ziegen freuen sich über jede Abwechslung. Nein, es geht nicht immer nur um das Futter, reine Neugier treibt die “Koboldartigen” zu intellektuellen Höchstleistungen. Das Posen vor der Kamera ist da noch die leichteste Übung. Und wer den gewitzten Hörnertieren nicht widerstehen kann, der sollte sich trotzdem zusammenreißen. Füttern fremder Tiere ohne Erlaubnis und erst recht durch oder über einen Zaun ist aus gutem Grunde generell verboten, auch wenn es nicht ausdrücklich “geschrieben” steht. Und wenn so manches Tier der gierigen Linse des gezückten Fotoapparates nur verächtlich das breite Hinterteil zuwendet, der Versuch, die Tiere für ein besseres Fotomotiv anzulocken ist nicht minder problematisch als das Füttern. Dabei geht es nicht nur um die Frage der Tiergesundheit, sondern auch darum, dass die Tiere nicht den Respekt vor dem Koppelzaun verlieren, der materiell in den seltensten Fällen ein echtes Hindernis darstellt.

Pferde in allen Formen und Farben

Pferde findet man in der nordhessischen Region aller Orten, und man muss nicht nur ein Gestüt oder einen Reiterhof aufsuchen, um ihnen zu begegnen. Nach einiger Zeit des Durchwanderns der Region wundert es auch nicht mehr, wenn man beispielsweise von einem Bergrücken aus der Ferne misstrauisch beobachtet wird, oder mitten im Wald auf einen gescheckten Tinker stößt. Und zum Knuddeln, der Nachwuchs, insbesondere dann, wenn es sich um Shettyfohlen handelt. Beim Weg durch die nordhessische Mittelgebirgswelt stößt man auf nahezu alle gängigen, aber auch ausgefallene Pferderassen, für Pferdefans sicherlich ein interessanter Schwerpunkt für eine spezielle Fotosafari -mit zahlreichen Reitmöglichkeiten.

Fotos Wolfgang Schwerdt

Tags: , ,

Eine Antwort zu Rinder, Ziegen, Pferde – auf Fotosafari in Nordhessen

  1. Bernhard on 2. Juli 2012 at 17:13

    Getreu nach dem Motto: “Warum denn in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah”. Wirklich schöne Bilder!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *




NHR Sport


%d Bloggern gefällt das: