Abgasaffäre noch immer nicht ausgestanden!

GesetzAbgasaffäre noch immer nicht ausgestanden!

Weltweit hat Volkswagen (VW) bei rund elf Millionen Fahrzeugen die Abgaswerte  manipuliert. Der Rechtsexperte Markus Mingers klärte bereits in der Meldung vom 11.04.2016 über die Rechte von Betroffenen auf. Auch wenn der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge nur schleppend voran geht, gibt es einige, neue Erkenntnisse rund um den Abgasskandal:

Verzögerungen des Rückrufs

Nach langem Warten hat VW in Amerika die geforderte Lösung für seine Kunden vorgestellt. Betroffene erhalten, neben dem Rückkauf des Fahrzeugs zum ehemals geltenden Marktwert, auch eine Ent-schädigungszahlung von 5.000 Dollar. Während VW in den USA alles versucht, um seine Kunden zu besänftigen, warten deutsche Verbraucher weiterhin auf eine eindeutige Klärung des Skandals. Eine Entschädigung im gleichen Umfang wie in Amerika ist laut VW-Chef Matthias Müller aber ausgeschlossen. In Deutschland gibt es immer noch keine adäquate Lösung bezüglich der Rückrufaktion von betroffenen Fahrzeugen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verweigert bisher die Freigabe für einen Rückruf von Passat und Skoda Superb. Grund dafür ist die enorme Wertminderung, die diese Nachrüstung zur Folge haben würde. Was Rechtsexperte Markus Mingers bereits vorhersagte, ist mittlerweile erwiesen. „Durch die Nachbehandlung der Fahrzeuge kommt es zu negativen Auswirkungen auf die Motorleistung, die wiederum einen Sprit-Mehrverbrauch von über 10 % nach sich ziehen. Aufgrund Wertminderung würde der Wagen bei einem Weiterverkauf einen geringeren Erlös erzielen“, so Mingers. Der Anwalt rät daher Kunden auch weiterhin ihre Rechte geltend zu machen, bevor die Verjährungsfrist abläuft.

Auch andere Hersteller geraten in Verdacht

Neben VW sind auch weitere Hersteller wie Audi, Porsche, Mercedes und Opel betroffen. Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ordnete demnach eine Untersuchung durch das Kraftfahrt-Bundesamt an, bei der ebenfalls auffällige Werte bei den genannten Herstellern festgestellt wurden. Als Reaktion darauf kündigten die Automobilhersteller freiwillige Rückrufaktionen der betroffenen Fahrzeuge an. Der Chef des japanischen Autobauers Mitsubishi räumte in einer Pressekonferenz im April 2016 ebenfalls Manipulationen im Konzern ein. Damit gerät auch  Nissan in den Fokus, da einige Modelle des Herstellers bei Mitsubishi produziert werden. Von den Manipulationen sind derzeit jedoch nur Modelle betroffen, die ausschließlich in Japan vertrieben werden. Ob sich der Abgasskandal auch in Japan ausweitet, bleibt abzuwarten

Auch Zulieferer sind in Skandal verwickelt

Neben den Automobilhersteller sind Zulieferer ebenfalls von dem Skandal betroffen. Auch der Autozulieferer Bosch bekommt den Skandal zu spüren, erklärt jedoch, dass sie nur Komponenten nach Kundenwunsch bereitstellen. Was danach damit geschehe, liege in der Verantwortung der Autobauer. Laut Bosch wäre es nicht der Fehler des eigenen Unternehmens, dass die Umschalteinrichtungen für die Motorsteuerung unzulässig als Abschalteinrichtungen eingesetzt wurden. Dennoch ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft in Stuttgart seit Ende 2015 wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Betrug in der Abgasaffäre.

Fazit

„Sollten VW-Kunden Fragen rund um die Geltendmachung Ihrer Ansprüche im VW-Skandal haben, sollten Sie sich unbedingt an einen Anwalt wenden. Dieser kann Ihnen mit fachkundigem Rat zur Seite stehen. Beginnend bei der Prüfung Ihres Kaufvertrages, der Einschätzung von Erfolgschancen gegenüber dem Autohändler bzw. Hersteller und der Bewertung möglicher Schadensersatzansprüche bis hin zur Beratung zu Kündigungsfrist bzw. Rücktritt, Gewährleistung und Verjährung sowie schließlich zur Vertretung und Verhandlung gegenüber dem Autohändler bzw. Hersteller“, empfiehlt Markus Mingers noch einmal nachdrücklich.

Quelle: Pressebüro Mingers & Kreuzer

(CB)

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