Autokauf endete mit Verhaftung der Kaufinteressenten

Kassel (ots) – Zwei Brüder versuchten am gestrigen Donnerstagnachmittag bei einem Gebrauchtwagenkauf in Baunatal durch Manipulation am Fahrzeug den Kaufpreis zu mindern. Da die Verkäuferin einen Betrugsversuch ahnte, rief sie die Polizei. Bei der Überprüfung der Kaufinteressenten stellte sich zudem heraus, dass gegen beide Haftbefehle vorlagen.

Eine 25-jährige Frau aus Baunatal hatte ihren Gebrauchtwagen für 1.000,– Euro in einem Internetportal angeboten. Zwei Kaufinteressenten aus dem Landkreis Göttingen hatten sich bei ihr gemeldet und ein Treffen für gestern Nachmittag vereinbart. Gegen 15:45 Uhr erschienen zwei 21 und 23 Jahre alten Brüder in Baunatal-Großenritte. Nach kurzer Begutachtung des Fahrzeugs bat einer der beiden um einen Probefahrt. Während sein Bruder bei der Frau wartete, fuhr der andere los, kehrte aber schon nach einigen Minuten wieder zurück. Er behauptete, dass er am Motor einen Schaden festgestellt habe und unterstrich diese Äußerung mit der Tatsache, dass sich Öl im Kühlwasser befinden würde. Gleichfalls boten sie der Frau an, das Auto trotzdem, aber für einen deutlich geringeren Betrag, kaufen zu wollen. Da die Anbieterin des Fahrzeugs den Wagen noch kurz vor dem Verkauf von einem Fachmann hatte inspizieren lassen, war sie sicher, dass diese Behauptung nicht stimmen könne, witterte einen Betrug und rief die Polizei.

Bei der Überprüfung der beiden Brüder durch Beamte des Polizeireviers Süd-West stellte sich heraus, dass gegen beide Haftbefehle vorlagen. Es erfolgte zunächst ihre Verhaftung und Sistierung zum Revier. Nach Bezahlung der noch offenen Geldbeträge durften sie die Wache wieder verlassen. Gegen beide wird nun wegen versuchten Betruges ermittelt.

PM: Polizeipräsidium Nordhessen (JH)

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