7. Niederzwehrener Märchentage vom 21. bis 30. September in Kassel

Kassel-Niederzwehren. In drei Wochen ist es soweit. Die Niederzwehrener Märchentage erleben ihre 7. Neuauflage. Und so sei es auch kein Wunder, dass im Programm die Zahl 7 immer mal wieder eine besondere Rolle spiele, führte am heutigen Donnerstag Niederzwehrens Ortsvorsteher Harald Böttger bei der Vorstellung des Programms aus. Denn die 7 sei in den Grimmschen Märchen so etwas wie eine immer wiederkehrende Zahl: So bei dem Wolf und die sieben Geißlein oder auch bei Schneewittchen, wo die sieben Zwerge hinter den sieben Bergen leben, oder auch beim tapferen Schneiderlein („Sieben auf einen Streich“). 

Die zahlreichen und abwechslungsreichen Veranstaltungen für Kinder, Erwachsene, Familien und Schulklassen finden laut Erika Knauf, 2. Vorsitzende des Heimatvereins Dorothea Viehmann und Märchenfrau, vom 21. bis 30. September, im gesamten Stadtteil Niederzwehren in  Kitas, Schulen, Kirchen, kulturellen sowie sozialen Einrichtungen statt. Wobei das Besondere bereits gute Tradition habe, ergänzte Böttger: „Bei allen Angeboten ist der Eintritt frei! Und nur bei sehr wenigen ist eine Anmeldung nötig.“

Benjamin Schäfer, Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße, lobte in diesem Zusammenhang die Organisatoren der Märchentage, die alle ehrenamtlich mit viel Engagement und Ideenreichtum ein Programm entwickelt hätten, das weit über die Grenzen Kassels strahlen werde. „Dies belegt eindrucksvoll“, so Schäfer weiter, „dass der Stadtteil Niederzwehren lebt und anderen Orten ein nachahmenswertes Beispiel gibt“.

Auftakt der Niederzwehrener Märchentage ist die Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 21. September, 19.30 Uhr, in der Aula der Johann-Amos-Comenius-Schule in der Leimbornstraße. Höhepunkt des Abends wird der Auftritt von Schauspielerin Sabine Wackernagel sein mit ihrem Stück „Zeit bringt Rosen und auch Dornen“, musikalisch begleitet von Lisa Sommerfeld.

Eine Kassel-Premiere gibt es einen Tag später am Samstag, 22. September, 20 Uhr, in der Lukaskirche in der Leuschnerstraße zu erleben. Erstmals wird der als „Schlauberger“ bekannte HNA-Kolumnist Reinhard Berger sein Programm „Best of …das hat konzigwensen“ in der Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße präsentieren: Abgedrehtes Zeug aus zehn Jahren Schlaubergerschau. In dem multimedialen Satireprogramm nimmt Berger kuriose Wortschöpfungen und abenteuerliche Rechtschreibung aufs Korn und führt Sprachpanscher vor. 

Am Sonntag, 23. September, 10 Uhr findet der bereits traditionelle Märchengottesdienst im TSG-Vereinsheim, Dittershäuser Straße, statt. Gestaltet wird der Gottesdienst vom „Alle-in-einem-Boot“-Team der Matthäuskirche. Danach geht es zum Grillplatz Wartekuppe, wo ab 11.30 Uhr Ritter Isenbard, dargestellt von Schauspieler Daniel von Trausnitz, in die Welt der Sagen und Mythen einführt. Dabei ist selbstverständlich auch für Essen und Trinken gesorgt.

„Es ist nicht leicht, vergnügt zu sein“ ist das Motto des Erich-Kästner-Abends am Montag, 24. September, mit den Künstlern Herwig Lucas und Jürgen Oßwald ab 19 Uhr im Beratungscenter Niederzwehren der Kasseler Sparkasse in der Frankfurter Straße. Die Teilnahme ist allerdings nur nach Voranmeldung möglich. 

Neben Märchenerzählungen und -lesungen in der Kita Matthäus, Am Fronhof 3, findet am Dienstag, 25. September, von 10 bis 12 Uhr ein Märchenspaziergang mit Erika Knauf als Dorothea Viehmann statt. Start ist am Märchenplatz.  Am Abend folgt ab 19 Uhr in der Matthäuskirche, Am Fronhof 3, eine Musikveranstaltung der besonderen Art mit dem Titel „Orgel – 2 Orgeln –Blockflöte – Synthesizer“. Der bekannte Pianist und Komponist Harald D. Meyer (Koblenz) hat zusammen mit dem Organisten und Orgelbaumeister Peter Kozeluh (Rotenburg/Fulda) ein unkonventionelles Programm erarbeitet, das speziell auf die Besonderheiten der außergewöhnlichen Orgel der Matthäuskirche ausgerichtet ist.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms wird – wie jedes Jahr – sicherlich der Erzählwettbewerb am Mittwoch, 26.September, 19 Uhr, in der Matthäuskirche werden. Und auch hier spielt die Zahl 7 eine Rolle. Denn sieben Erzählerinnen und Erzähler aus Orten an der Deutschen Märchenstraße werden in freiem Vortrag ihre Lieblingsgeschichte präsentieren. Eine hochkarätig besetzte Jury entscheidet, wer den Märchenpokal gewinnt. Bereits am Vormittag bilden von 10 bis 12 Uhr Schülerinnen und Schüler der Johann-Wichern-Schule eine Jury für die eingesandten Beiträge des Märchenschreibwettbewerbs. (Einsende- bzw. Abgabeschluss ist der 24. September.) Anschließend erzählt Andrea Ortolano  „Vom lieben Gott und den Brüder Grimm“.

Wer es bis jetzt noch nicht zu den Märchentagen geschafft hat, hat am Donnerstag, 27. September, wieder gute Gelegenheiten: Von 15 bis 16 Uhr findet mit Märchenfrau Erika Knauf, die auch gelegentlich als Botschafterin der Deutschen Märchenstraße unterwegs ist, und einem Instrumentalensemble unter Leitung von Helga Neumann im AWO-Altenzentrum, Am Wehrturm 3, ein Erzähl- und Singnachmittag unter dem Motto „Über sieben Brücken musst du gehen“ statt, und am Abend folgt ab 19 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche, Brüder-Grimm-Straße 121, unter dem Motto „Märchen der Gestirne“ eine besondere Veranstaltung mit Geschichtenerzählerin Ingrid Unzicker. Sie präsentiert Märchen, Geschichten und Gedichte zu Sonne, Mond und Sternen – eine literarische Reise rund um den Globus

Am Freitag, 28. September, gibt es gleich drei interessante Veranstaltungen: Von 9 bis 10 Uhr werden die Musiker Mirjam Al Naieb und Simon Gutfleisch das Märchen „Hänsel und Gretel“ in der Aula der Johann-Comenius-Schule speziell für Kindergartenkinder thematisieren. Von 14 bis 15 Uhr spielen die Kinder vom Hort der städtischen Kita Niederzwehren in der Leimbornstraße mit Licht und Schatten das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“. Und um 20 Uhr folgt im Saal der FTN 1897, Korbacher Straße 30, der Auftritt von Carlo Ghiradelli und Stefan Becker als Brüder Grimm, die unter dem Motto „Die Grimmsche Sieben“ der Zahl 7 in ihrem Schaffen nachgehen. Es wartet ein launiger und informativer Abend mit vielen Grimmschen Seitenhieben auf das Publikum.

Schon längst kein Geheimtipp mehr ist die Veranstaltung „Schnuddeln bei Wein und Kerzenschein“ im Märchenviertel am Grunnelbach am Samstag, 29. September. Niederzwehrener Vereine verwöhnen die Besucher von 18.45 bis 22 Uhr bei hoffentlich gutem Wetter entlang des Grunnelbachs mit edlen Tröpfchen und Schmeckewöhlerchen. Der Akkordeonist Welf Kerner umrahmt den Abend mit Musik. Bereits zuvor findet die 4. Niederzwehrener Grunnelbach-Regatta von 18 bis 18.30 Uhr statt, bei der Kinder ihre selbstgebastelten Boote um die Wette fahren lassen. Dazu wird der Grunnelbach extra von der Freiwilligen Feuerwehr Niederzwehren aufgestaut.

„Märchenhaftes Shopping-Erlebnis zum Center-Geburtstag“ heißt es am Sonntag, 30. September, in Niederzwehren: Von 12 bis 18 Uhr öffnen die Geschäfte im dez-Einkaufzentrum sowie Möbel Schaumann u.a. mit einem attraktiven Programm für die kleinen Besucher. So kommt Rotkäppchen mit dem bösen Wolf ins dez und erzählt den Kindern Geschichten und Märchen. Offiziell enden die Niederzwehrener Märchentage ab 17 Uhr in der Matthäuskirche mit der Preisverleihung des Märchenschreibwettbewerbs der Wichern-Schule und dem Auftritt der „Kasseler Vokalisten“, ein zwölfköpfiger Kammerchor unter der Leitung von Helmut Weckesser, der sich seit 25 Jahren fast ausschließlich der A-Cappella-Musik widmet. Der Chor bringt Chorwerke aus fünf Jahrhunderten zu Gehör, darunter Motetten, Volkslieder, Spirituals sowie aktuelle Arrangements.

Das Programm der Niederzwehrener Märchentage ist ab sofort in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen des Stadtteils erhältlich. Ferner liegt es wieder den Gemeindebriefen von Lukas- und Matthäuskirche und dem Heimatbrief des Heimatvereins bei, die in Niederzwehren verteilt werden. Darüber hinaus ist es ab sofort im Internet unter www.kassel-niederzwehren.de zu finden.

Hauptveranstalter ist der Heimatverein Dorothea-Viehmann Kassel-Niederzwehren. Organisiert werden die Niederzwehrener Märchentage durch einen extra hierfür ins Leben gerufenen „Lenkungskreis Niederzwehrener Märchentage“, bei dem eine überaus breit aufgestellte Gruppe von aktiven und ehrenamtlichen Unterstützern viele Monate mit der Vorbereitung verbringt.

PM: Hans-Jürgen Schweinsberg (YS)



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