Rund 56.000 Zuschauer im schwarzgelben Zelt auf dem Friedrichsplatz

aDSC_3953.jpgklein.jpgArtikelfotoHousch ma Housch zauberte Kassel ein Lächeln ins Gesicht – und strahlt jetzt über den 1. Platz beim Festival der Artisten

Siegerehrung bei FlicFlac: Könige der Luft auf Platz 2 und der König der Bauchredner auf Platz 3

 

Die Komiker hatten beim 6. Festival der Artisten des Circus FlicFlac ganz klar die (in diesem Falle nicht rote) Nase vorn. Mit deutlichem Abstand hatte sich Housch ma Housch (Semen Shuster) schon am Premierentag an die Spitze der Platzierten gesetzt und gewann nun das Festival mit deutlichem Abstand vor seinen Mitbewerbern. Am Samstag (12.01.) nach 41 Shows, erhielt der König der Komiker beim großen Finale den begehrten FlicFlac Pokal und seine Siegerprämie von 15.000 €, die Glinicke spendiert hatte. Ein fürstliches Vergnügen über den zweiten Platz für die Könige der Luft, die Wallenda Familie aus den USA. Sie erhielt den mit 10.000€ dotierten zweiten Preis, gestiftet von Ticketmaster. Ganz „adlig“ auch der Drittplatzierte: Willer Nicolodi, in Fachkreisen auch „König der Bauchredner“ genannt, sicherte sich Platz drei und somit 5000€, die erstmals vom HNA Verlag gesponsert wurden. aDSC_5164.jpgklein

Mit der Siegerehrung, schon traditionell wie immer versiert von Bürgermeister Jürgen Kaiser moderiert, ging das Festival der Artisten zum sechsten Mal als großer Erfolg für FlicFlac zu Ende. Gut 56.000 Zuschauer verfolgten in zahlreichen ausverkauften Shows das Geschehen auf der Bühne, ließen sich von Manegenstars und Ausnahmetalenten unterhalten. Während Housch ma Housch mit seiner exzentrischen Komik die Herzen berührte und Lachfalten Vorschub leistete, ließen sich die Wallendas mit ihrer legendären Siebener Pyramide auf dem Hochseil als Vertreter der großen klassischen Circusakrobatik feiern. Die weltberühmte Familie aus den USA mit Wurzeln in Deutschland – und Verwandten in Kassel – hat die Zeit auf dem Friedrichsplatz sehr genossen, ebenso wie Willer Nicolodi aus der Schweiz, dessen redselige Ratte Joselito die Herzen im Sturm gewann. aDSC_5156.jpgklein

„Das 6. Festival der Artisten hatte eine Menge starker artistischer Darbietungen, wir waren aber sehr gespannt, wie das Publikum vor allem auf den Schwerpunkt der Komik reagieren würde. Der endgültige Punktestand zeigt, dass Kassel viel Sinn für Humor hat“, resümiert FlicFlac Direktor Benno Kastein.

Spaziergang unter der Decke und eine redselige Ratte

Dieses Mal hatte die Jury beim 6. Festival der Artisten die Qual der Wahl. Nicht nur die legendären sieben Wallendas sorgten im schwarzgelben FlicFlac Zelt auf dem Friedrichsplatz fürs große Staunen. Der Brasilianer Super Silva ging die Decke hoch – indem er kopfüber, die Füße in Schlaufen bewegend, am Zelthimmel lief und dabei spektakuläre Sprünge vollführte. Willer Nicolodi, König der Bauchredner, ergriff zusammen mit der geschwätzigen Supermaus „Joselito“ (die sich dann eher als redselige Ratte entpuppte) das Wort. Und der König der Komiker, Housch-ma-Housch, rockte mit bereits in Monte Carlo preisgekrönter Pantomime die Bühne. Die Flying Cortes flogen riskant am Trapez, die äthiopische Schönheit Rich Miteku verbog sich hypnotisierend graziös. Große Klasse auch Claudius Specht, mit dem ein echtes FlicFlac Gewächs auf „Start“ zurückkehrte. Als 20-Jähriger hatte der heute international renommierte Jongleur bei Benno Kastein sein Debüt. Mit dem Radl reiste Valerie Inertie an, die das große Cyr Wheel auf der Bühne tanzen ließ – oder kraftvoll an Tüchern durch die Luft wirbelte. Da fuhren die Kuskovs ganz andere „Geschütze“ auf: dicke Motorräder bilden die Plattformen für die rockigen Ikarier, die sich mit der Kraft ihrer Füße in die Luft katapultieren. Als echter Goldbarren erwiesen sich Yarmoshko, die die große klassische Kunst des Russischen Barrens zelebrierten. Auch russisch, aber modern und rockig präsentierte sich das Duo Racers mit Formel 1-tauglichen Runden auf dem Einrad. Dima&Dima schließlich trugen sich auf muskelstählten Armen und Händen, elegant, kraftvoll und ein bisschen bissig.

Kassel freut sich auf das 7. Festival der Artisten .

© M.Kittner

 

 

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