Erlebnis Spur 1 – Modultreffen im Alten Kraftwerk

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Eine richtig dampfende Lok (Foto: Rainer Sander)

Eisenbahnromantik trifft auf Kraftwerksromantik
Borken. Am 25. und 26. April trafen in Borken Eisenbahnromantik auf Kraftwerksromantik. Am letzten April – Wochenende war es wieder soweit: die Eisenbahnfreunde Borken e. V. veranstalteten gemeinsam mit der IG Spur1 Nordhessen bereits zum 7. Mal das Treffen der großen Modelleisenbahnen. Nach dem Rekord vor zwei Jahren mit 1.300 Quadratmeter Fläche und 95 „Eisenbahnern“ – es war die Weltgrößte Anlage in der sogenannten Königsklasse des Eisenbahn-Modellbaus, der Spur 1 – ist die Anlage diesmal geringfügig kleiner ausgefallen, aber mit dem „verwinkelten Aufbau“ durch mehrere Räume im Alten Kraftwerk, war sie nicht minder spaktakulär.

Statt Tennishalle also „Altes Kraftwerk“ und in dessen Ambiente – mit seinem besonderen Flair und den hohen Hallen – trafen zwei Industrierelikte aufeinander: Alte Eisenbahntechnik in Miniatur und alte Energietechnik in Groß. Zwischen den alten Gemäuern wirkten die schweren Lokomotiven und Züge im Maßstab 1:32 ganz anders und selbst der unverwechselbaren Sound und die Klang-Effekte von der Dampflok bis zum Surren einer E-Lok, kamen in den alten Mauern umso besser zur Geltung. Die Ausstellung zog Besucher und Teilnehmer gleichermaßen in ihren Bann. 150 Jahre Eisenbahngeschichte in einem historischen Ort der Kraftwerksgeschichte, dem Kraftwerk, das viele E-Loks der Deutschen Bundesbahn mit Strom versorgt hat.

Steuerung per Computer (Foto: Rainer Sander)

Steuerung per Computer (Foto: Rainer Sander)

85 Modellbauer sorgten für 1000 Quadratmeter Eisenbahnvergnügen
Organisator Ralph Müller ist es erneut gelungen, 85 Modulisten mit ihren Modellbahnen nach Borken zu verpflichten, um dort auf 1000 Quadratmetern Fläche eine riesige Modelleisenbahn in der sogenannten Königsspur aufzubauen. Die mit Gleisen, Weichen und Gebäuden bestückten Tische – im Fachjargon Module genannt – sind einheitlich genormt und sind deshalb ohne großen Aufwand zu einer Gesamtanlage kombinierbar. Die große Arbeit kommt erst, wenn die Anlage eingeschaltet wird und so eingestellt werden muss, dass alle Züge ohne zu kollidieren gemeinsam fahren können. Im Einzelnen waren drei große Bahnhofsanlagen, drei Betriebswerke mit Drehscheiben, eine funktionsfähige Kiesverladung sowie zwei gigantische Brücken zu sehen sein. Mehr als 100 Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven rollten funkgesteuert über die kilometerlangen Gleise. Rund 2000 Besucher aus der Region und allen Teilen Deutschlands ließen sich diese faszinierende Schau nicht entgehen. (rs)

 

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