Es ging um den „Strongest Man“ Deutschlands

Die Königsdisziplin: 10 Tonnen Traktor werden gezogen (Foto: Rainer Sander)

Die Königsdisziplin: 10 Tonnen Traktor werden gezogen (Foto: Rainer Sander)

Die starken Männer von Gudensberg
Es ging um den „Strongest Man“ Deutschlands

Gudensberg. Strongman-Veranstaltungen haben in Gudensberg inzwischen ihre Tradition. Was als Attraktion im Rahmen des Stadtfestes begann, ist inzwischen unter der Regie von Matthias Botthof, dem Inhaber der Sportschule Gudensberg und Heinz Ollesch, dem einst zehnfachen „Strongest Man of Germany“, zu einer eigenständigen Kultveranstaltung geworden. Der Strongman-Cup von Gudensberg zieht dieses Jahr Hunderte von Besuchern in die Innenstadt, um spektakuläre Wettbewerbe zu bewundern. Da wird mit Muskeln gespielt und es werden immense Gewichte bewegt. Am letzten Wochenende war es wieder soweit.

Aus einer eher regionalen Veranstaltung ist inzwischen einer von 3 Wettbewerben geworden, die zum Deutschland-Cup, zur Ermittlung des stärksten Mann Deutschlands, zählen. Damit ist Gudensberg quasi in die Bundesliga des Kraftsports aufgestiegen. Heinz Olleschs Lebenspartnerin, Frau Dr. Martina Herget, moderierte gemeinsam mit Botthof, während Ollesch als „Oberschiedsrichter“ agierte.

Titelverteidiger Michel Blumenstein beim Baumstamm-Stemmen (Foto: Rainer Sander)

Titelverteidiger Michel Blumenstein beim Baumstamm-Stemmen (Foto: Rainer Sander)


Tausende von Kilogramm bewegt
Im Verlauf eines Wettbewerbs aus 5 Disziplinen musste jeder der 18 Teilnehmer an der Veranstaltung der German Pro League weit mehr als 2 Tonnen Gewicht bewegen. Mit dem sogenannten Baumstamm, der mit gestreckten Armen zur Hochstrecke gebracht werden musste, fing das Kräftemessen fast harmlos an. 120 Kilogramm Gewicht mussten gestemmt werden Vorjahressieger und Titelverteidiger Michel Blumenstein aus Winsen schaffte 7 Wiederholungen in der geforderten Zeit und die wieder in Führung.

Anschließend galt es einen 280 Kilogramm schweren Rahmen (Frame) über eine festgelegte Distanz hin und her zu tragen. Auch da konnte der Titelverteidiger punkten, musste allerdings passen, als unter Zeitdruck erst ein 350 Kilogramm schwerer Reifen mehrmals umgekippt und anschließend noch eine 150 Kilogramm schwere Kugel auf einen Stapel Europaletten gehievt werden musste.

Königsdisziplinen zum Schluss
Mit teilweise schmerzverzerrten Gesichtern bewegten die 15 stärksten Männer Deutschlands, die sich alle in anderen Wettbewerben qualifiziert hatten und drei Gäste aus der Ukraine, die immensen Gewichte, wobei nicht nur das Gewicht eine Schwierigkeit darstellte, sondern oft die Unhandlichkeit mancher Geräte. Auch das Anheben eines Autos – vom Autozentrum Gudensberg zur Verfügung gestellt – war nicht jedermanns Sache, zumal zu dem Anfangsgewicht von 320 Kilogramm bei jeder Wiederholung 20 Kilo dazu kamen. Auf 440 Kilogramm schafften es die Besten.

Die Königsdisziplin kam zum Schluss: ein etwa 10 Tonnen schwerer Traktor – von der Raiffeisen ausgeliehen – mit einem sehr groben Reifenprofil musste über den Platz gezogen werden. Gewertet wurde die Zeit und bei denjenigen, die es nicht im Limit schafften, die zurückgelegte Strecke. Michel Blumenstein schaffte es als Titelverteidiger diesmal nicht aufs Treppchen. Es siegte Andreas Altmann aus Bayern vor Daniel Wildt und Raffael Gordzizlik. (rs)

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