Frieda Braun aus Winterberg in Gudensberg



Werbung
Frieda_03

So funktioniert’s… (Foto: Rainer Sander)

Zum Frauentag schwarz beten…

Gudensberg. Zu einem „Kursus“ mit ihrer „Splittergruppe“ ist Frieda anlässlich des Weltfrauentages in den Chattengau gekommen. Schweigen wollten sie und „schwarz beten“, aber daraus ist im Bürgerhaus zu Gudensberg nichts geworden. Im Gegenteil: Wortspiele waren gefragt. Ehen haben früher länger gehalten, weil die Frauen ungebildet waren, aber: „Nachmittags gibt es im TV kein Bildungsfernsehen sondern man kann bildungsfern sehen…“ Fortbildung geht am Weltfrauentag anders, wenn Frau sich vom Mann fort bildet. Im Grunde dabei den Mann auswildert!

Mehr als ein Ersatz für Rosemie
Frieda Braun war übrigens spontan für die angekündigte Rosemie eingesprungen und so konnte die Veranstaltung zum Frauentag – eine Tradition in Gudensberg – in ihrer geplanten Form dennoch stattfinden. Frieda bleibt übrigens der Bildung auf der Spur und lässt kein Schaf verloren gehen: In der Schule, erinnert sie sich, wurden vor Jahren Kinder gefragt, welche Farbe Kühe haben. „Der Bürgersaal unterbricht im Chor: „Lila!“ „Ach, hier seid Ihr untergetaucht“, stellt die Comedy-Künstlerin fest: „wir haben uns immer gefragt, was ist aus diesen Kindern geworden?“
Wenn Männern Haare im Ohr wachsen, dann kommt das garantiert vom „nicht zuhören“. Das ist wie bei Trampelpfaden. Die wachsen wieder zu, wenn Keiner mehr auf ihnen langgeht…

Ein voller Bürgersaal in Gudensberg zum Weltfrauentag (Foto: Rainer Sander)

Ein voller Bürgersaal in Gudensberg zum Weltfrauentag (Foto: Rainer Sander)

Das Zartphone
Apropos Ohr. Heute telefoniert man viel mit dem „Zartphone“. Früher gab es für die ganze Familie – nicht nur bei Frieda daheim – bloß ein Telefon. Das stand im Flur, war grün und hatte eine Wählscheibe. „Wählscheibe ist ein sterbendes Wort.“ Und: „sag doch mal einem Jungen Menschen, Ieg‘ mal den Hörer auf die Gabel…!“ Die Freiheit für das Telefonieren begann in den 80ern mit dem 20-Meter-Kabel für 1,20 Mark im Monat. Heute streichelt man sein Telefon.

Friedas Freundin Mia erzählt: „Der Wigbert hat das Streicheln überhaupt erst mit seinem neuen Telefon gelernt. Das Telefon allerdings konditioniert und schaltet nach einer Minute „Nicht-Streicheln“ das Licht aus. Mia tut das im Bett erst nach 10 Minuten. Hunde sind bei Frieda auch willkommen, jedenfalls die harmlosen „Pomadenmischungen“, nicht aber die gefährlichen „Rotarier“. Also lieber die Lions oder gleich Wildschweine? Es fällt übrigens schwer ein Tier zu essen, was ungepflegter aussieht, als man selbst. Wildschweine haben Beine wie mit der „Kompressorstrumpfhose“. Und die Heimische Flora und Fauna gibt es im Sechsgangmenü…

Kreative Pause
Auch eine Pause gab’s. aber nicht zum sinnlos Zeit vergeuden: Eine Unterbrechung zum Arbeiten an sich selbst, gab die Künstlerin ihren Gästen mit auf den Weg und riet ihnen: „auf der Toilette einfach mal in den Spiegel sehen und sagen, „Du bist schön!“ „Wie viele Männer sind dann heute da?“ will die Künstlerin im zweiten Teil wissen: „können wir mal das große Licht anmachen?“ Da sind zum Beispiel Holger ans Gudensberg und Wolfgang aus Wellen. Einer ist jetzt dran. „Sie können an Ihrem Platz bleiben!“ Holger: „Ich komme auch nach vorne“, Frieda: „Ich nehme Wolfgang!“
Auch ein paar Lebensweisheiten gibt es frei Haus: „Ich sehe gut aus“ sagt sich leichter, wenn man nicht vorm Spiegel steht. „Probieren Sie das mal heute Abend im Nachthemd…“ (rs)



Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.