Geld macht nicht glücklich – jedenfalls nicht immer



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Theater_01Theater Baunatal-Großenritte mit „und ewig rauschen die Gelder

Baunatal. Wie sagt man es seiner Ehefrau, wenn der Job bei den Stadtwerken Baunatal plötzlich weg ist? Für Erich Schwan nicht nur eine Frage der Scham gegenüber der eigenen Gemahlin, sondern eine existenzielle Entscheidung. Das Arbeitslosengeld reicht nicht, um den Lebensstandard zu halten. Durch einen Zufall bekommt Herr Schwan Unterstützung vom Staat. Und es ist ganz einfach! Ganz schnell gibt es eine Menge Verwandte – jedenfalls auf dem Papier – und Bewohner im Haus, die alle bedürftig sind. Das Gerüst aus hilfsbedürftigen Personen sorgt für reichlich Einkünfte. Bis ihn irgendwann die Angst packt, alles könne aufliegen.

Von da an wird alles nur noch schlimmer. Schwan lässt einen nach dem anderen sterben, auswandern, verschwinden aber die Geldströme versiegen nicht. Es gibt Umzugshilfen, Sterbebeihilfen, Übergangsgelder. Das alles wäre halb so schlimm, würden nicht plötzlich die Sozialbehörden auch ihr Beileid aussprechen wollen und medizinische Hilfen, Bestattungsinstitute und Außenprüfer vorbei schicken. Das Karussell der Verwechslungen und falschen Identitäten beginnt sich zu drehen, Personen und Namen wechseln, ein wunderbares Verwirrspiel wird auf die Spitze getrieben.
Wie es ausgeht? Ganz einfach: besuchen Sie einen der Termine in der Kulturhalle Baunatal-Großenritte.

Sechs Termine auf dem SpielplanTheater_05
Das Theater Baunatal – eine Abteilung der GSV Eintracht Baunatal – spielt 2016 bereits sein vierzehntes Stück. „Und ewig rauschen die Gelder“ ist eine Komödie in zwei Akten von Michael Cooney, das die Gruppe an Baunataler Verhältnisse angepasst hat. Sechs Termine sind stehen auf dem Spielplan, drei davon sind Sonntagstermine. Los geht es am 13. März um 17:00 Uhr. Weitere Auftritte sind am 19. März (19:30 Uhr), 16. (19:30 Uhr) und 17. April (17:00 Uhr), sowie 23. (19:30 Uhr) und 24. April (17:00 Uhr).

Bis zur Premiere heißt es für die Hobby-Schauspieler noch eifrig lernen und üben aber alle sind sich sicher, wenn sich der erste Vorhang hebt und die Anspannung steigt, dann ist die Konzentration da, denn das Publikum in Baunatal erwartet nach vielen erfolgreichen Jahren mit zahlreichen Komödien auch 2016 wieder eine gute Aufführung. Dafür werden Thomas Gück, Eva Brede, Sascha Brede, Wolfgang Preuß, Stefan Kalt, Annika Müller, Erika Knauf, Alexander Tyrasa, Elvira Viereck und Lisa Leimbeck ganz sicher sorgen. Die Proben waren jedenfalls vielversprechend. Und wenn der Text mal weg ist, dann hilft Edelgard Seidlitz als Soufflöse und hilft diskret aus der Patsche. Für die Maske sind in diesem Jahr Doris Müller und Petra Preuß zuständig

Bewirtung wird selbst übernommen
Viele Theaterfans hatten bereits Sorgen, dass es keine Bewirtung gibt, weil die Gaststätte in der Kulturhalle zurzeit Zeit keinen Betreiber hat. Die Theater-Gruppe hat kurzerhand Angehörige und Freunde mobilisiert sowie eine eigene Bewirtung an allen Theaterabenden auf die Beine gestellt. Überhaupt geschieht alles ehrenamtlich und unentgeltlich im Theater Baunatal. selbst das aufwändige Bühnenbild haben die Mitglieder der Abteilung wieder selbst entworfen und gebaut. (rs)



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