Niedeckens BAP rockte den Hessentag!

Es begann ein wenig zaghaft: ich hatte fast den Eindruck, dass die Jungs die Location (Festzelt!) mit einem bestuhlten Theatersaal verwechselt hatten. Niedecken erzählte viel und die Band spielte Lieder aus dem neuen Album „Reinrassije Strooßekööter“. Viele Erinnerungen an Niedeckens Jugend und die Familie zum Teil mit projizierten Bildern im Hintergrund. Sehr schön und gut zum konzentrierten Zuhören. Aber Stimmung kam keine auf, braver Applaus.

Nach fast einer Stunde kam „Frau ich freu mich“ und der Boden des Zeltes begann zu schwingen. Darauf hatten die Fans gewartet. Der Hebel war umgelegt. Bei „Christallnaach“ und „Arsch huh, Zäng ussenander“ ging die Post ab und unterstützt durch 3 Bläser in der Band folgten Hit auf Hit. Hits aus mehr als 40 Jahren BAP. Zwischendurch zum Nachdenken anregende Ansagen und Worte von Wolfgang wie: „Wir können doch die Leute nicht einfach im Mittelmeer ertrinken lassen!“.
Dezente Hinweise auf sein Projekt Rebound wurden mit großem Applaus beantwortet.

Eine zweite Chance für ehemalige Kindersoldaten und Kinderprostituierte

Zusammen mit World Vision hat der Kölner Musiker und BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken „Rebound“ ins Leben gerufen. Mit dem Projekt hilft World Vision Kindern und Jugendlichen im Osten des Kongo, die durch kriegerische Auseinandersetzungen verletzt und traumatisiert wurden. Mit einer Kombination aus Berufsbildung, Schulungen, Freizeitangeboten und psychosozialer Unterstützung zur Verarbeitung der Kriegserlebnisse soll ihnen der Weg in eine eigenverantwortliche Existenz und eine Zukunft mit Perspektive ermöglicht werden.

Nach mehr als 3 Stunden Konzert mit vielen Zugaben endlich „verdamp lang her“!
Niedeckens BAP, es war klasse, bess demnähx!

© M.Kittner                         Fotos: M.Kittner

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