Open Flair: „Love and Peace“ auf sechs Bühnen

Flair 289Eschwege. Auch in diesem Jahr war das Open Flair ein großer Erfolg. Zum 8. Mal in Folge ausverkauft, feierten rund 20.000 Menschen vom 10. bis 14. August in und rund um Eschwege das traditionelle Festival mit dem ganz besonderen Flair. Neben zahlreichen Angeboten aus Kleinkunst, Kinderprogramm und weiterer Performance bot das Programm Unterhaltung für Jung und Alt mit zahlreichen Musikacts aus Rock, Metal und Hip Hop, verteilt auf sechs Bühnen.
Trotz des durchwachsenen Wetters zum Festivalstart reisten bereits viele Besucher am Dienstag an und ließen die Stimmung auf dem Campinggelände steigen. Ab Mittwochmittag waren die Möglichkeiten des Autocamping bereits ausgeschöpft, was die Festivalbesucher nicht davon abhielt mit Sack und Pack loszuziehen und sich ein freies Plätzchen zu ergattern.

Donots als Überraschungsband

Mittwochabend eröffnete die Überraschungsband Donots, alias Die ?????, das Festival und begeisterten mit bekannten rockigen Beats und auch neuen deutschsprachigen Liedern die Menge. Wieder einmal zog die auf dem Open Flair altbekannte Band die Massen vor die Bühne. Trotz der kühlen Temperaturen sorgte im Anschluss die Punkrock-Bands Flag und WIZO weiterhin für ausgelassenen Stimmung auf dem Gelände der Seebühne.
Am Donnerstag ging es feucht-fröhlich weiter, Das Pack, Le Fly – St. Pauli Tanzmusik, die Traditionsband Monsters of Liedermaching und Descendents garantierten trotz des andauernden Regens gute Laune. Die Besucher waren bestens ausgestattet und ließen sich nicht vom Feiern abhalten.

Metalcore mit Parkway

Der Festival-Freitag startete bereits früh, auf dem Campingplatz vielleicht auch schon früher als einigen lieb war. Auf dem Festivalgelände sorgten Feine Sahne Fischfilet und Wirtz ab nachmittags für Stimmung. Am Abend schrieben Madsen wieder einmal Geschichte, sprachen mit ihren deutschsprachig-rockigen Songs das große Publikum an und lieferten – wie erwartet – eine tolle Show ab. Die kanadische Punkrock-Band Sum 41 rund um Frontman Deryck Whibley bewiesen ihr Können, das Publikum war begeistert und ließ die Crowd in Richtung Bühne surfen.
Als krönenden Abschluss des Freitags wollte der australische Headliner Parkway Drive die Menschen ausrasten sehen und überzeugte durch eine professionelle Bühnenperformance mit Feuershow und einer gelungenen Kombination aus Härte und Melodie. Die spezielle Musik der Metalcore-Band ließ das Publikum vor der großen HR3 Bühne dennoch überschaubar bleiben.

Und wieder Bosse…

Der Samstag war, passend zum nun schönen Wetter, vollgepackt mit vielen tollen Acts verteilt auf den verschiedenen Bühnen, wodurch der ein oder andere Fußweg gerne auf sich genommen wurde. Die hessische Pop/Hip Hop Band OK KID heizte der Masse an der Seebühne ordentlich ein, währenddessen Bosse das Publikum der HR3 Bühne mit Songs wie „Schönste Zeit“ begeisterte. Spektakulär ging es auf der Seebühne mit Jennifer Rostock weiter, die ihr Publikum vollkommen im Griff hatte. Bei rockigen Beats wollte man Jennifer an die Wäsche…

Fanta Vier – 27 Jahre Bandgeschichte

Der deutsche Headliner des Abends -Fanta Vier- lockte zurück ins Werdchen und bot eine tolle Show für Jung und Alt. Die Stuttgarter Rapper gaben dem Publikum das was sie hören wollten, nämlich Hits und Beats aus 27 Jahren Bandgeschichte. Der Abend klang, wie alle Jahre wieder, mit einem Feuerwerk aus. Wer sich danach noch auf den Beinen halten konnte, hatte die Möglichkeit J.B.O. an der Seebühne zu sehen oder mit den DJs an der Becks Stage auf dem Campingplatz abzugehen.

Heiratsantrag bei Liedfett – Limp Bizkit ohne Zugabe

Am letzten Festival Tag überzeugten Bands wie Zebrahead und Royal Republic bei angenehmen Temperaturen. Liedfett heizte – wie auch im letzten Jahr – das Publikum auf der Freibühne ein. Bei dem Lied „So wie du bist“ wurde es kurzzeitig romantisch, als ein Festivalbesucher auf die Bühne geholt wurde und seiner Freundin einen Heiratsantrag machte. Die schwedische Alternative-Rockband The Hives lockten mit ihrem schwarzweißen Outfit das bunte Publikum zur HR3 Bühne und ließen die Menge singen und tanzen.
Die Nu-Metal Iconen Limp Bizkit vereinten zum Abschluss des Festivals das Publikum auf dem gesamten Gelände des Werdchens. Bereits zu Beginn heizten sie mit ihrem wohl bekanntesten Hit „Rollin´“ die Massen ordentlich ein, zwischenzeitlich füllten sie ihr Programm jedoch nicht mit eigenen Hits sondern coverten Altbekanntes und animierten die Menge mit Hip Hop Beats zum Tanzen. Der Headliner verließ zur Enttäuschung des ein oder anderen frühzeitig und ohne eine Zugabe die Bühne.

Wahre Schätze abseits der großen Bühnen

Mitunter konnte man wahre Schätze jenseits der großen Bühnen finden. So entpuppte sich beispielsweise die Band Kafvka als eine absolut sehenswerte Stimmungsbombe mit expliziten Messages sowie einer Portion subtiler Ironie.
Wie immer bot das Gelände wie erwartet eine vielfältige Auswahl an Essen, Trinken und Unterhaltung. In diesem Jahr stand die Botschaft des Festivals unter dem Motto „Love and Peace“, wozu sich die Bands auch bezüglich der aktuellen politischen Situation klar positionierten.
Das Traditionsfestival hat sich mit seinem besonderen Flair auch dieses Jahr wieder bewährt. See you in 2017!

Vielen Dank für den Bericht, auch in diesem Jahr wieder an Natasha Sander + Julia Spielmann

(CB)

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