Rock4Kidz: Harte Töne mit weichem Herzen



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„Locke“ und Tom von 28 rocken den Stadl (Foto: Rainer Sander)

„Locke“ und Tom von 28 rocken den Stadl (Foto: Rainer Sander)

28 Onkelz Cover und weitere Bands helfen krebskranken Kindern

Frielendorf. Am Samstagabend hieß es im SilberseeStadl in Frielendorf „Rocken für die gute Sache“. Manuel Preisinger hatte fünf Bands in die Festscheune der SilberseeAlm eingeladen eingeladen, um einerseits für krebskranke Kinder Geld zu sammeln, andererseits natürlich, um Rockmusik zu zelebrieren. Dabei war die härtere Gangart an diesem Abend Thema, nichts für Fans rockiger Balladen. Klare Worte in den Texten und kompromisslose Musik standen auf den Setlists der fünf „Rocker“. Headliner beim zweiten „Rock 4 Kidz“ am 5. März 2016 waren „28 – Old School Onkelz Cover“, kurz „28“.
Die Band ist benannt nach einem instrumentalen Musikstück der „Böhse Onkelz“, das Stephan Weidner (Onkelz-Bassist) so erklärt: „die 28 war die Hausnummer von Kevin Russells Wohnung, in der wir eine relativ heftige Zeit erlebt haben und die wir manchmal auch für Tage nicht verlassen haben.“ Mehrere Tage mussten die 200 – natürlich überwiegend Onkelz-Fans – Besucher im Stadl allerdings nicht ausharren. Pünktlich gegen Mitternacht kamen sie voll auf ihre Kosten. Mit „Hier sind die Onkelz“ ging es los und sofort richtig zur Sache, sauber und authentisch gespielt. Gleich schnell und laut ging es weiter mit Titeln wie „Finde die Wahrheit“ und „Kneipenterroristen“. „Heilige Lieder“ gehörten genauso ins Programm, wie „Keine ist wie Du“. Vor der Bühne wurde eifrig getanzt und im Gegensatz zu den Originalen, gab es reichlich Kontakt zwischen Bühne und Publikum.

Promt! – das Nebenprojekt von 28 (Foto: Rainer Sander)

Promt! – das Nebenprojekt von 28 (Foto: Rainer Sander)

Statt Böses Onkelz-Cover – Onkelz sympathisch
Wer die Onkelz spielt, wird sich auch mit der Geschichte seiner Vorbilder beschäftigt haben, die immer wieder die Medien polarisiert haben. „28“ kommen allerdings sehr sympathisch rüber, keine Spur von Provokation und auch das Publikum im Stadl ist so, wie auf jedem Rockfestival. Mit dabei die Crew vom Rock am Stück aus Fritzlar. Zuvor hatten (fast) die gleichen Musiker – in Schlips und Kragen – schon als „Promt!“ auf der Bühne gestanden. Ein Nebenprojekt von 28 mit Eigenkompositionen. Und vor „Promt!“ hatten „TonTourismus“ aus Wabern-Unshausen, „EhrenSache“ aus der Schwalm, „Westwärts“ aus Osnabrück und „Grenzen/Los für immer“ aus dem Allgäu bereits ab 18 Uhr ordentlich eingeheizt.

Der gesamte Erlös geht jetzt an den „Verein für krebskranke Kinder Kassel e.V.“ (www.krebskranke-kinder-kassel.de). „Wir wollen Kindern die Möglichkeit geben, ihr junges Leben weiterleben zu können und darauf kommt es uns an“, hatte der Veranstalter des Festivals, Manuel Preisinger, im Vorfeld bereits erklärt. Preisinger ist im bürgerlichen Leben KFZ Lackierermeister und in der Leitung eines Werkstattbetriebes in der Kreisstadt Homberg/Efze tätig. (rs)



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