Wenn nicht jetzt, wann dann…

Bassist Hannes Schöner und Henning Krautmacher (Foto: Rainer Sander)

Bassist Hannes Schöner und Henning Krautmacher (Foto: Rainer Sander)

Die Höhner beim Viehmarkt in Gudensberg
Gudensberg. Über 1000 Gäste waren gekommen, als die Höhner am Freitagabend den Jubiläums-Viehmarkt lautstark musikalisch eröffneten. Wenn nicht jetzt, wann dann sollten die Höhner in den Chattengau kommen? Von 18 bis 80 war alles versammelt im großen Festzelt. Ermöglicht hatte das Konzert die VR-Bank Chattengau, die das Risiko eingegangen war, mal einen echten Kracher zum Volksfest in den Chattengau zu holen. Und das Risiko war es nicht nur Wert, sondern angesichts des Andrangs auch mehr als vertretbar.

Das Gesicht der Höhner: Henning Krautmacher – der Frontmann seit 1989 (Foto: Rainer Sander)

Das Gesicht der Höhner: Henning Krautmacher – der Frontmann seit 1989 (Foto: Rainer Sander)

Viele Seiten der Höhner
Auf ihre Weise sind die Höhner einzigartig. Sie sind im Karneval ganz vorn dabei, sie machen Stimmungsmusik wie „Viva Colonia“ oder „Schenk mir Dein Herz“. Sie haben die Hymne für den 1. FC Köln als deutsche Version der heimlichen schottischen Nationalhymne Loch Lomond (in der Runrig-Version) gedichtet, die vor jedem Spiel in Müngersdorf für Gänsehaut sorgt: „Mer stonn zo dir FC Kölle“. Sie haben mit „Wenn nicht jetzt, wann dann“ die Hymne zum Handball-Weltmeistertitel geschrieben. Sie vermitteln die Kölner Seele wie kaum eine andere Band mit Liedern wie das vom Kölsche Pass. Sie wissen „wat echte Fründe sin“, denn die „ston zesamme“…
Aber die Höhner sind auch friedensbewegt. „Es gibt viel Krieg auf der Welt“ leitet Frontmann Henning Krautmacher über zu Pete Seeger: „Saach mir wo die Blome sin, wo sin se hin? Saach wo die Soldate sin, üvver Gräver weht der Wind, wann wed mer je verston, wann wed mer je verston…

Das Gesicht der Höhner: Henning Krautmacher – der Frontmann seit 1989 (Foto: Rainer Sander)

Das Gesicht der Höhner: Henning Krautmacher – der Frontmann seit 1989 (Foto: Rainer Sander)

Echte Freunde stehen zusammen, echte Fans singen mit!
Vor 20 Jahren haben die Höhner ein Lied über Fremdenfeindlichkeit geschrieben, jetzt brennen wieder Asylantenheime. So aktuell kann ein altes Lied sein. Im Reggae-Rhythmus heißt es „Wann jeiht der Himmel widder op?“ und die Band zeigt sich verblüfft: „Ihr kennt ja alle Texte auswendig!“ In der Tat, hat sich die Gudensberger Fangemeinde als sehr textsicher präsentiert. Nicht nur die ersten Reihen dürften heiser nach Hause gefahren sein.
Bis dahin dauerte es aber etwas mehr als zwei Stunden und die Stimmung im Zelt ist super. Auch nach dem Konzert ändert sich das bis in die frühen Morgenstunden nicht. Die „Echte Kölsche Band“ – die deutsche Version von „Free Electric Band“, hat den Chatengau begeistert. (rs)

 

 

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