Alkohol nur in Maßen genießen

Alkohol-aus-Sicht-Jugendlicher

© H.Jacob

Tipps der Knappschaft / Beim Trinken enge Grenzen ziehen
Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. Getreu einem alten deutschen Sprichwort gehört Alkohol gerade in dieser Jahreszeit bei Festtafeln und im Familienkreis oft zum guten Geschmack. Traditionell wird auf den Jahreswechsel mit einem Glas angestoßen. Ob Bier oder Wein – der Konsum von Alkohol muss nicht gleich ein schlechtes Gewissen erzeugen. „In vernünftigen Maßen ist Alkohol zumindest für gesunde Erwachsene grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich“, sagt Dr. med. Torsten Leonhard. „Allerdings sind die Grenzen unbedenklicher Trinkmengen auch schnell überschritten“, rät der Gesundheitsexperte der Knappschaft zur Vorsicht.

Bierbrauen und Weinanbau sind Ausdruck davon, dass Alkohol in Deutschland ein Kulturgut ist. Entsprechend trinken mehr als 80 Prozent der Erwachsenen regelmäßig Alkohol. Pro Kopf waren das zuletzt rund 135 Liter im Jahr.

„Insgesamt betrachtet ist Alkohol indes eine Droge und ein Zellgift und deshalb mit Vorsicht und Maß zu konsumieren“, gibt Dr. Leonhard zu Bedenken. Für Kinder oder Schwangere sollte er generell tabu sein. Im Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten kann es zu vielfältigen und gefährlichen Wechselwirkungen kommen. „Unter Jugendlichen ist der akute Alkoholmissbrauch zuletzt zwar rückläufig gewesen, das exzessive Trinken jedoch weiterhin weit verbreitet. Jeder achte 12- bis 17-Jährige praktiziert mindestens einmal im Monat Rauschtrinken“, berichtet die Krankenkasse Knappschaft im Rahmen ihrer Präventionskampagne der „Hackedicht-Schultour“ mit dem deutschen Kinderschutzbund.

Um die gesundheitlichen Risiken klein zu halten, sollte an mindestens zwei Tagen in der Woche generell auf Alkohol verzichtet werden. Für Männer gilt beim Konsum ein Grenzwert von 25 Gramm Alkohol pro Tag, was umgerechnet etwa einem halben Liter Bier oder einem Glas Wein entspricht. Bei Frauen liegt die Höchstmarke noch deutlicher darunter, weil sie einen geringeren Körperflüssigkeitsanteil aufweisen und die weiblicher Lebe kleiner ist. Sie sollten täglich maximal 13 Gramm Alkohol zu sich nehmen.

Rotwein ist gesund und senkt das Risiko für Herzerkrankungen, sagt der Volksmund. „Bei Menschen mittleren und höheren Alters kann ein kleines Glas Bier oder Wein an jedem zweiten Tag unter Umständen das Risiko senken, einen Herzinfarkt zu erleiden“, erläutert der Knappschaftsexperte. Diesen Effekt könne man aber durch Sport, Bewegung und richtige Ernährung erzielen. Umgekehrt können chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Depressionen bereits durch geringe Mengen Alkohol ungünstig beeinflusst werden. Auch begünstigt Alkohol das Risiko von Folgeerkrankungen wie etwa Mund-, Speiseröhren-, Leber- und Darmkrebs.

Im Körper wirkt Alkohol wie ein Betäubungsmittel. Bereits ab etwa 0,2 Promille leiden Sehvermögen und Bewegungskoordination, Gehör und Geruchssinn.

5 Tipps von Dr. Leonhard zum Umgang mit Alkohol
1. Vermeiden Sie es, sich zu betrinken. Beim Vollrausch sterben Millionen von Zellen und Nervenbahnen im Gehirn ab.
2. Seien Sie Vorbild. Kindern und Teenager orientieren sich an ihrem Umfeld und übernehmen oft Trinkgewohnheiten.
3. Problematisch erscheint es, wenn man nur mit Alkohol Spaß haben kann. Verzichten Sie deshalb bei Feiern auch bewusst mal ganz auf Alkohol.
4. Alkohol sollte nicht zur Konfliktlösung oder Ablenkung von Problemen getrunken werden.
5. Trinken Sie keinen Alkohol, wenn es auf Leistungsfähigkeit, Konzentrationsvermögen und gute Reaktionen ankommt.

Quelle:Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

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