EHEC-Verdachtsfälle nun auch in der Region Kassel

Die ersten beiden Verdachtsfälle mit dem Bakterium EHEC wurden jetzt dem Gesundheitsamt der Region Kassel gemeldet. Es handelt sich um zwei Patienten im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, die wegen blutiger Durchfälle zur Behandlung in Kasseler Krankenhäuser überwiesen wurden.

Laut Aussagen der behandelnden Ärzte seien beide Patienten nicht lebensbedrohlich erkrankt und zeigten keine Symptome des gefährlichen hämolytisch-urämischem Syndroms (HUS), bei denen rote Blutkörperchen zerstört, Blutblättchen verbraucht werden und das Gift beginne, Nierenzellen zu schädigen, teilte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Karin Müller, im städtischen Pressedienst mit.

Zur Zeit würden weitere Laboruntersuchungen und Typisierungen zum Nachweis der Diagnose vorgenommen.

Die Infektion mit EHEC äußert sich durch wässrige Durchfälle mit Fieber und Erbrechen. Bei den meisten Menschen klingen die Krankheitssymptome innerhalb einer Woche wieder ab. In wenigen Ausnahmen treten Komplikationen mit blutigen Durchfällen auf. „In diesen Fällen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden“, empfahl Dr. Müller.

EHEC-Infektionen gehören zu den Erkrankungen, die typischerweise über verunreinigte Lebensmittel entstehen, die beim Herstellungs- oder Verarbeitungsprozess in Kontakt mit EHEC-Erregern gekommen sind. Die Erkrankung kann aber auch über Schmierinfektionen von anderen Menschen weiterverbreitet werden. Die beste Vorbeugung hier ist Hände waschen vor Verzehr oder Zubereitung von Lebensmitteln.

Vor dem Hintergrund der EHEC-Erkrankungen mit zum Teil schweren gesundheitlichen Folgen empfiehlt das Gesundheitsamt weiterhin, die Hygieneregeln besonders zu beachten:Hände waschen nach jedem Toilettengang und vor der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln, rohes Fleisch und Essen vom Vortag gründlich erhitzen sowie rohes Gemüse und Obst gründlich abwaschen.

 

 

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