Früher Kontakt schützt – Neue Erkenntnisse zur Vorbeugung von Lebensmittelallergien

ErdnuesseBaierbrunn (ots) – Um Kinder vor Nahrungsmittelallergien zu schützen, sollten Eltern potenzielle Auslöser wie Eier, Nüsse oder Fisch von ihrem Nachwuchs in den ersten Jahren offenbar lieber nicht fernhalten. Neue Studien weisen darauf hin, dass die lange Zeit propagierte Vermeidungsstrategie das Risiko für Allergien sogar erhöht, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ schreibt.

Umgekehrt soll sich die Allergieneigung verringern, wenn die betreffende Kost im ersten Lebensjahr zugefüttert wird. „Die Hinweise erhärten sich, dass früher Kontakt mit Nahrungsmittel-Allergenen nützt“, sagt Professor Thomas Werfel, stellvertretender Direktor der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die deutsche Leitlinie zur Allergie-Prävention empfiehlt seit 2014: In den ersten vier Lebensmonaten sollten Mütter möglichst stillen, ab dem fünften Monaten mit Beikost beginnen – ohne dabei auf typische Allergie-Auslöser zu verzichten. „Vielleicht können wir in künftigen Empfehlungen offensiver werden und aus allergologischer Sicht eine frühere Beikost-Einführung empfehlen“, so Werfel, der Koautor der Leitlinie ist. Wer schon eine Nahrungsmittelallergie hat, sollte die betreffenden Lebensmittel aber möglichst meiden.

Quelle: Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2016 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. (JH)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.