Krankenhaus-Hygiene: Nur 20 Kliniken in Hessen haben Zertifikat der „Aktion Saubere Hände“

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Krankenhaus-Hygiene: Nur 20 Kliniken in Hessen haben Zertifikat der „Aktion Saubere Hände“

 Frankfurt am Main, 12. April 2016. Ende der Woche treffen sich die Mitglieder des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS) zu ihrer Jahrestagung in Berlin. Ein großes Projekt des APS ist die „Aktion Saubere Hände“, die auch die Techniker Krankenkasse (TK) als Partner unterstützt. Mit der Kampagne soll die Handhygiene in Krankenhäusern gefördert werden. Kliniken, in denen die Händedesinfektion besonders vorbildlich gelebt wird, werden zertifiziert. In Hessen haben sich zwar die Hälfte der insgesamt 167 Kliniken bei der „Aktion Saubere Hände“ angemeldet, aber nur 20 Kliniken haben einen Nachweis erbracht, dass das Projekt tatsächlich in ihrem Haus umgesetzt und gelebt wird.

Konsequente Händedesinfektion ist eine der einfachsten und zugleich wirksamsten Maßnahmen, um die Zahl von Infektionen mit multiresistenten Erregern zu verhindern. „Doch obwohl die Effektivität dieser Maßnahme eindeutig erwiesen ist, ist sie leider noch nicht umfänglich in der Praxis angekommen“, kritisiert Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen.

Studien haben gezeigt, dass in Deutschland jährlich 2.500 bis 5.000 Patienten an den Folgen mangelnder Händedesinfektion versterben. Neben Tod, Leid und Schmerzen der Betroffenen, die verringert werden könnten, entstehen der Allgemeinheit durch Infektionen mit multiresistenten Keimen obendrein hohe Ausgaben. Die medizinische Versorgung mit MRE infizierten Patienten verursacht jährlich mehrere hundert Millionen Euro Mehrkosten für stationäre und ambulante Behandlungen sowie für Arzneimittel. Das hat eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der TK (WINEG) ergeben.

 

Ob ein Krankenhaus teilnimmt, erfährt man auch im Klinikführer der Techniker Krankenkasse unter www.tk.de/klinikfuehrer.

Quelle: Techniker Krankenkasse

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