Schlaf ist heilsam für Körper Geist und Seele

DrLeonhardIn hektischen Zeiten im Zuge von Arbeitsverdichtung und wachsender Berufsbelastung kommt dem Schlaf besondere Bedeutung zu. Darauf weist die Krankenkasse Knappschaft hin. Gesunder und ausreichender Schlaf ist heilsam für Körper, Geist und Seele. Über Nacht werden die Akkus aufgefüllt.

„Wie viel Schlaf der Mensch benötigt, ist nicht klar zu beantworten. Es gibt ein individuelles Schlafbedürfnis, das sich zudem im Laufe der Jahre verändert“, weiß Dr. med. Torsten Leonhard von der Krankenkasse Knappschaft. Manch Erwachsenem reichen fünf Stunden, andere benötigen bis zu zehn Stunden Schlaf. Der Durchschnitt liegt bei siebeneinhalb Stunden. Umgerechnet heißt das: fast ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf, ergänzt der Gesundheitsexperte aus Frankfurt.

Entscheidender als die Dauer ist die Qualität des Schlafes. Dabei durchläuft der Körper zumeist zwischen drei und fünf Schlafzyklen von anderthalb bis knapp zweistündiger Dauer. Der Einschlafphase folgen der stabile Schlaf und die erholsame Tiefschlafphase. Anschließend kommt es zur REM-Phase, benannt nach schnellen Augenbewegungen (Rapid eye movement).

Häufigeren und über einen Monat andauernden Schlafproblemen sollte man medizinisch auf den Grund gehen, warnt die Knappschaft. Aus Ein- und Durchschlafstörungen, die vielfach psychische Belastungen als Ursache haben, können sich chronische Schlafbeschwerden entwickeln.

Schlafstörungen schwächen das Immunsystem und die Zellregeneration. Chronisch schlechter Schlaf erhöht das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, Depressionen und Angststörungen.
Wer schlecht oder zu wenig schläft, wird anfälliger für Infekte und Erkrankungen, leidet an Antriebslosigkeit und Erschöpfung.

Bis zu 15 Prozent aller Deutschen haben Ein- und Durchschlafstörungen (primäre Insomnie). Die schwerwiegendere, sogenannte Schlafapnoe wird von Atemaussetzern begleitet. Sie kann unter anderem schwere Herzrhythmusstörungen zur Folge haben und erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Unter Schlafmangel leiden zudem häufig junge Eltern, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Knappschaft dokumentiert. So gerät der Schlafrhythmus nach der Geburt des Kindes oft völlig durcheinander. Auch hier helfen feste Strukturen und Entspannungsübungen.

Nachfolgend hat Dr. Torsten Leonhard, Gesundheitsexperte der Knappschaft im für Hessen und Thüringen zuständigen Frankfurt fünf Empfehlungen für einen gesunden Schlaf zusammengestellt.

5 Tipps für einen gesunden Schlaf

1. Lange Bettzeiten oder ein unregelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus erschweren einen tiefen, gesunden Schlaf.

2. Eine angenehme, vertraute Umgebung erleichtert das Einschlafen. Auch Rituale helfen. Dazu zählen etwa feste zu Bett-Geh und Aufwachzeiten.

3. Bett und Schlafzimmer sollten möglichst funktional genutzt werden – und nicht zum Essen, Fernsehen oder Lesen.

4. Häufigste Ursache für Ein- und Durchschlafstörungen sind Stress und Belastungen. Neben Konflikten im Job führen auch private Ängste und Sorgen zu lang anhaltendem Grübeln. In solchen Situationen nicht lange im Bett rumwälzen, sondern aufstehen und kurzzeitig Ablenkung suchen. Sich zum Schlaf zwingen, funktioniert in der Regel nicht.

5. Schlafhygiene: auf Alkohol, Nikotin, Cola oder schwarzen Tee sollte vor dem Zubettgehen verzichtet werden. Frische Luft und ein kühles, abgedunkeltes Zimmer fördern den Schlaf

Quelle: Deutsche Rentenversicherung  Knappschaft-Bahn-See

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