„Spieglein, Spieglein an der Wand…“

Förderverein des LIONS Club Hofgeismar e.V. unterstützt Präventionsprojekt gegen Essstörungen.

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Foto (Leitschuh) Die Beteiligten im Gespräch mit Schülerinnen aus dem Jahrgang 7. (v.l. Michaela Moritz, Brigitte Kastell, Constanze Holzigel und Horst Wanik. Gruppenbild mit Schülerinnen aus dem Jahrgang 7. (v.l.) Brigitte Kastell, Michaela Moritz, Constanze Holzigel und Horst Wanik

IMMENHAUSEN/ESPENAU/REINHARDSHAGEN. Der Förderverein des LIONS Club Hofgeismar e.V. unterstützt Präventionsprojekt gegen Essstörungen an der Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen. Die Beratungsstelle Kabera e.V. in Kassel hat ein Projekt entwickelt, welches Mädchen in der Pubertät das richtige Werkzeug an die Hand geben soll, die eigene Orientierung am gängigen gesellschaftlichen Schlankheits- und Schönheitsideal kritisch zu hinterfragen. „Das Projekt „Spieglein, Spieglein an der Wand…“ an der Freiherr vom Stein Schule in Immenhausen wurde diesem Schuljahr für alle 7.
Klassen erfolgreich durchgeführt und wir haben es mit großer Überzeugung gefördert“, so Horst Wanik vom Förderverein des Lions Club Hofgeismar.
„Jeden Tag lernen Kinder und Jugendliche, wie sie auszusehen haben. Diese Lektion finden sie jedoch in keinem Lehrbuch, vielmehr zeigen Fernsehsender und Zeitschriften, was schön ist. Dabei führen die Bilder der Mode- und Musikbranche ein extrem einseitiges Schönheitsbild vor Augen und das mit enormer Überzeugungskraft“, berichtet die Referentin Michaela Moritz.

Je größer die Diskrepanz zwischen dem propagierten Schönheitsideal und dem realen und erlebten eigenen Erscheinungsbild jedoch sei, desto größer sei die Gefahr von Unzufriedenheit mit der eigenen Person. Moritz: „Die ständige Konfrontation mit krank machenden Mädchen- und Frauenbildern in den Medien begünstigt eine übermäßige Beschäftigung mit dem Thema Aussehen und Schlankheit und begünstigt – bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren – die Gefahr eine Essstörung zu entwickeln.“ In den jetzt durchgeführten Präventionstagen für die jeweiligen Klassen 7 des Haupt-, Real- und Gymnasialzweiges wurden bewusst getrennte Angebote für Jungen und Mädchen durchgeführt, die auch durch die Schulsozialarbeit der Gesamtschule Immenhausen durchgeführt wurden. „Wir versprechen uns von diesem Angebot eine hilfreiche Prävention für die Heranwachsenden und eine Orientierungshilfe in der Pubertät“, so Schulleiterin Brigitte Kastell.

Hintergrund: Bei Kabera e.V. handelt es sich um einen seit 1987 bestehenden gemeinnützigen Verein, der als Spezialeinrichtung zur Beratung und Prävention von Essstörungen in Kassel tätig ist. Zweck des Vereins ist die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege. Der Verein bietet Personen, die von Essstörungen betroffen und infolgedessen körperlich, geistig und seelisch bedürftig sind sowie allen Interessierten zu der Problematik Essstörungen eine Möglichkeit der Unterstützung und Auseinandersetzung. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Schaffung eines breitgefächerten psychosozialen Beratungsangebots innerhalb einer Beratungsstelle. Außerdem führt der Verein Seminare und Vorträge außerhalb der eigenen Räume an, so jetzt auch in der Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen. Kontakt über www.kabera.de

Quelle: Marcus Leitschuh

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