Wenn der Stein festsitzt

Die Therapie von Harnsteinen ist Thema in der Reihe „Hören, was gesund macht“ am 11. April

Sie bleiben meist lange Zeit unbemerkt – Harnsteine. Erreichen diese kristallinen Ablagerungen eine bestimmte Größe oder verklemmen sie sich im Harnleiter können sie aber starke Schmerzen auslösen. In Deutschland hat die Zahl betroffener Patienten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Inzwischen leidet jeder Zwanzigste unter Harnsteinen. Wie diese entstehen und wie sie sich im Körper auswirken, darüber informiert Dr. med. Dirk Westermann aus der urologischen Praxis Dres. Westermann und Müller, in der Reihe „Hören, was gesund macht“ am 11. April 2018, um 17 Uhr im Elisabeth-Krankenhaus Kassel. In der kostenfreien Veranstaltung stellt der Urologe auch aktuelle Verfahren der Steintherapie vor und klärt auf, was jeder selbst machen kann, um das Harnsteinrisiko zu senken.

KS-Urologe-Gesprächssituation

„Das Harnsteinleiden ist vor allem in den Wohlstandsländern der westlichen Hemisphäre eine sehr häufige Erkrankung und tritt oft bei übergewichtigen Menschen auf“, sagt Dr. Westermann. Der Grund für die Steinbildung liegt in einer Übersättigung harnsteinbildender Substanzen wie Calciumcarbonat – einem Kalk – oder  dem Salz Calciumphosphat im Urin. „Als Folge der Übersättigung beginnen diese Stoffe auszukristallisieren und sich zu einem größeren Harnstein zu entwickeln“, erläutert er.

Für die Diagnose von Harnsteinen stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung. „Viele Steine können wir schnell und einfach mit dem Ultraschall diagnostizieren. Sollte dies nicht problemlos möglich sein, führen wir zusätzlich eine Röntgenuntersuchung durch“, informiert Dr. Westermann. Viele Harnsteine verlassen den Körper auf natürliche Weise. „In einigen Fällen können auch Medikamente dabei helfen“, erläutert der Urologe. Steine, die nicht auf natürlichem Wege den Körper verlassen, müssen durch weitere Maßnahmen behandelt werden. Hierzu gehört die Stoßwellenbehandlung, mit welcher die Steine zertrümmert werden können. „Dieser Eingriff erfolgt ambulant und in der Regel ohne Narkose“, erläutert er weiter. Für welche Patienten welches Verfahren geeignet ist, welche Risiken und Chancen bestehen sowie welche alternativen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen sind ebenfalls Themen in der kostenfreien Informationsveranstaltung.

 

Veranstaltungszeit: Mittwoch, 11. April 2018 um 17 Uhr

Referent: Dr. med. Dirk Westermann, urologische Praxis Dres. Westermann und Müller

Veranstaltungsort: Vinzenz-Saal (4.OG) im Elisabeth-Krankenhaus Kassel, Weinbergstraße 7, 34117 Kassel

PM: Vinzenz-Verbund Hildesheim (HJ)

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