Akustisch, persönlich, live

aDSC_0783Annett Louisan verzauberte in der Martinskirche
Schon lange vor der Öffnung der Tore der Martinskirche schlängelte sich eine Besucherschlange bis zur Königstrasse. Geduldiges Warten in der großen Hitze, um endlich in die angenehme Kühle des Gotteshauses eintreten zu können. Und angenehm ging es weiter. Die kleine Chansonnette hatte die fast tausend Besucher sofort in ihren Bann gezogen. Sie erscheint so zerbrechlich, lieblich, freundlich und ehrlich. Ist sie wohl auch. Sie kann aber auch anders wenn sie süffisant und frech vom Leben zwischen Mann und Frau singt. Irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass wir Männer nicht so gut dabei weg kommen. Richtig böse wird es bei „ Ich hab dein Ding gepostet.“

Singend ging sie durch die Reihen, so dass jeder in der ausverkauften Martinskirche den Eindruck haben konnte sie sei seinetwegen gekommen. Hier ein Zwinkern, dort ein Lächeln oder ein freundliches Wort. Fast sowas wie ein „Wohnzimmer-Feeling.“ In den Songs tauchten immer wieder hingetupfte Märchenmotive auf, kraftvoll archaische Bilder vom Leben am Meer und am Fluss, aber auch mit mal feiner, mal beißender Ironie beziehungsreich formulierte witzige Geschichten vom komplizierten Leben. Lieder von der Suche nach dem großen Glück, der großen Liebe, dem Sinn des Lebens im Großen und Ganzen. Eine faszinierende wie vielfältige Künstlerin auf ihrem kreativen Höhepunkt. Für mich ein Kontrastprogramm nach den Toten Hosen und Philipp Poisell. Genau das Richtige zum Entspannen.

Wahrscheinlich werde ich mich heute Abend bei der Hessentags Partynacht mit Jürgen Drews und Mickie Krause nach der Kühle und Harmonie in der Martinskirche sehnen.

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