David Garett – Künstler zwischen den Welten

20. Juni 2013
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EB3_5147_20130619154118030Es ist 20.00 Uhr und ein sehr entspannter Abend wartete auf die Besucher des Konzertes von David Garett. Glocken riefen zum Platz nehmen auf und ein Countdown von 5 Minuten kündigte den Auftritt des Künstlers an. Mit dem Titel „We will rock you“ von Queen startete er seine musikalische Reise durch die Welt der Musik. Seine Welt. Seine derzeitige Tournee steht unter dem Motto „musikalische Vielfalt“ und das konnte man dann auch an diesem Abend spüren. Dass David Garett nicht nur auf der gesamten Welt zu Hause ist sondern auch in allen Musikrichtungen „Cross Over“ (der Sprung zwischen den Welten der klassischen Musik und der Unterhaltungsmusik wie Pop oder Rock) wird von Menschen der „ernsten Musik“ kritisch gesehen gewinnt aber zunehmend an Beliebtheit. Schlägt sie doch eine Brücke für Klassik-Liebhaber zur Unterhaltungsmusik und umgekehrt. David Garett gibt dabei viele Kleinigkeiten seines Lebens preis und erzählt dabei zwischen den Stücken seine kleinen Geschichten. Charmant und witzig. Das zweite Stück das er auch bei einem Empfang anlässlich des sechzigsten Thronjubiläums der Queen spielte war das Duell der Banjos das hier zwischen einer Geige und einem Banjo stattfand. Bei seinem dritten Stück konnte man dann von einer Hommage an seine Mutter sprechen die bekanntlich Balletttänzerin war. „Schwanensee“ von Tschaikowsky. Dann ein Sprung zu Coldplay mit „Viva la vida“. An der Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es Künstler gibt die ihre Werke perfekt auf CD präsentieren aber Live hinter den Erwartungen zurück bleiben. Dann gibt es aber Künstler wie David Garett die man Live erleben muss! Wie bereits eingangs erwähnt hat er zwischen den Stücken kleine Episoden aus seinem Leben erzählt. Er berichtete unter anderem dann, dass er beim Zappen durch die Fernsehkanäle bei RTL2 eines seiner Musikstücke hörte. Leider wohl bei einem nicht ganz jugendfreien Format aber immerhin er empfand es als Schritt in die richtige Richtung dieses Senders. Nach einem griechischem Stück bei dem man Sirtaki hätte tanzen können kam ein Stück bei dem kein Zuhörer mehr still saß: der „Thunderstruck“ von AC/DC.

David Garett hatte bei diesem Konzert nicht nur seine Musiker (seine Band) dabei sondern auch die Neue Philharmonie Frankfurt und zur visuellen Unterstützung Tänzerinnen und Tänzer des deutschen Fernsehbaletts. Die Unterstützung durch die Tänzer zeigte sich dann auch bei „Over the rainbow“. Bei diesem Stück konnte man zwei Künstlerinnen am Vertikalseil durch die Bühne schweben sehen. Und wieder kamen große Sprünge mit „tico tico“ einem brasilianischen Tango, gefolgt von dem Scherzo aus der neunten Symphonie von Beethoven und einem Stück von Frederic Chopin.

Dass man bei einer Bahnreise nicht immer auf Gegenliebe beim musizieren trifft, hat David Garett erfahren als er im Nachbarabteil des Zugführers geprobt hat und der ihn gebeten hat doch auf dem Bahnsteig eines Bahnhofes zu spielen. Ein weiterer Reigen von sehr unterschiedlichen Stücken folgte. Die „Master of Puppets“ von Metallica, einem Flamenco aus Carmen und zum Abschluss vor der Pause „Music“ von John Miles. Er ließ in all seinem Stücken keinen Zweifel daran, dass seine erste Liebe die Musik ist. Das erklärt vielleicht auch die Tatsache, dass er seit 5 Jahren wohl Single ist (das Publikum bedauerte ihn).

Nach einer kurzen Pause begann die „zweite Halbzeit“ dann mit einer kleinen Showeinlage: David Garett in einer Robe als Rocky Balboa mit „Eye of the Tiger“ es folgte ein Stück von Michael Jackson „She is out of my life“. Zu loben ist an der Stelle eine gute Akustik im Stadion, Leider hat diese Technik aber auch ihren Preis. Der Blick auf die Bühne wurde bei den Plätzen in der Mitte des Stadions teilweise bis zu einem Drittel durch den Technikturm behindert. David Garett stellte dann auch seine Akteure vor: die Neue Philharmonie Frankfurt, das Deutsche Fernsehbalett und die Künstler seiner Band die sich mit einem kleinen Solo einzeln vorstellen konnten. Die Stücke die dann folgten waren ein Säbeltanz aus Armenien und der türkische Marsch von W.A. Mozart. Für das dann folgende Stück aus Rumänien holte er sich überraschend einen Gast aus dem Publikum. Es war sicherlich eine große Aufregung für eine Frau namens „Steffi“. Die Überraschung aber auch die Freude konnte man ihr aus den Augen ablesen. Steffi konnte die Bühne dann aber  verlassen bevor David Garett Ausschnitte aus seinem neuen Film „Der Teufelsgeiger“ zeigte und dabei den Soundtrack des Films spielte. Im nächsten Zyklus hörte man dann von Vivaldi einen Part der Vierjahreszeiten, „The show must go on“ von Freddy Mercury und eine Zigeunermusik „Gipsy Dance“.

Während des Konzertes merkte man zu jeder Zeit, dass der Künstler etwas von sich preis gibt, auf spontane Fragen antwortet und auch Wünsche des Publikums in Form einer kurzen Einlage beisteuert. Mit „Hava Nagila“ und Beethovens „Ode an die Freude“ beendete David Garett dann den Abend aber auch nicht ohne eine Zugabe zu geben: den „Earth Song“ von Michael Jackson. Ein rundherum gelungener Abend mit einem Künstler der große Achtung für sein Publikum aufzeigt. Der witzig und charmant durch „seine“ Welt der Musik führte.

Auch das Drumherumwar gut organisiert, An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln klappten reibungslos. Ein einziger Wermutstropfen waren bei diesen hohen Temperaturen nur die Getränkepreise im Stadion. Daran sollte vielleicht noch gearbeitet werden….

© 2013 NHR Text: A. Engelhardt (AE)

Fotos mit freundlicher Unterstützung von e.blatt

Nützliche Tipps und Links:

http://david-garrett.com/de

http://www.hessentag2013.de/

„Der Teufelsgeiger“ neuer Film mit David Garett



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Eine Antwort zu David Garett – Künstler zwischen den Welten

  1. Dirk on 22. Juni 2013 at 11:32

    Danke für den tollen Bericht. Den Erfahrungen kann man nur zustimmen. Weiter so! Wir freuen uns auf weitere Berichte aus der Feder von A.Engelhardt.

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