Der Kampf von Facebook gegen Spam und Clickbait

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Es ist kein Geheimnis, dass Facebook in den letzten Monaten viele Änderungen vorgenommen hat, um minderwertige Inhalte aus seinem News Feed zu entfernen. Anfangs standen die Änderungen in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung von Inhalten, die Nutzer durch Klicks auf Werbeseiten lenken wollten.

Immer wieder Änderungen am Facebook-Algorithmus

Nun kommunizierte Facebook mit der Öffentlichkeit über bevorstehende Änderungen an seinem Algorithmus, indem es den Werbetreibenden mitteilte: „Wir haben Facebook aufgebaut, um Menschen dabei zu helfen, in Verbindung zu bleiben und uns näher an die Menschen heranzuführen, die uns wichtig sind. Deshalb haben wir Freunde und Familie immer in den Mittelpunkt des Erlebnisses gestellt.“. Diese Schritte können ein Versuch sein, um die Bedenken von Großverbrauchern wie Unilever mit seinem jährlichen Medienbudget von 9,8 Milliarden Dollar zu zerstreuen. Der internationale Konzern hatte sowohl Facebook als auch Google davor gewarnt hat, dass es die Werbung auf Plattformen einstellen wird, die Zufluchtsorte für „minderwertige“ Inhalte bieten – gefälschte Nachrichten, extremistische, rassistische, sexistische und ausbeuterische Inhalte.

Bezahlen, um dabei zu sein

Über alle sozialen Plattformen hinweg mussten Unternehmen schon immer ihre Inhalte durch bezahlte Werbung publizieren, um anderen stets einen Schritt voraus zu sein. Mit den jüngsten Algorithmusänderungen von Facebook wird dies nur noch die Notwendigkeit für Unternehmen erhöhen, die kommerzielle Werbeplattform von Facebook zu nutzen. In vielen Branchen ist eine zunehmende Akzeptanz von Facebook-Werbung festzustellen, da Firmen die Möglichkeit haben, Nutzer auf der Grundlage der verfügbaren demographischen und verhaltensbezogenen Daten gezielt anzusprechen. Marken, die zuvor eine gute organische Reichweite innerhalb des News-Feeds erzielt haben, müssen beurteilen, was sie aufgrund dieser Verschiebung verlieren, und feststellen, ob es sich lohnt, das verlorene Publikum wieder zu gewinnen. Da Facebook bereits eine tragende Säule in den Mediaplänen vieler Marken ist, kann sich ein Unternehmen dazu entschließen, das Budget, das zuvor anderen Kanälen zugewiesen wurde, zu verschieben.

Änderungen der Anforderungen für Facebook-Werbekunden

Viele Nutzer in den letzten Monaten in den Nachrichten gesehen haben, sind die Werbung und die Gültigkeit der Werbung auf Facebook in Frage gestellt worden, insbesondere im Zusammenhang mit der Wahl. In den letzten Monaten hat Facebook weitere Schritte unternommen, um betrügerische Werbetreibende auszuschalten. Die erste Änderung besteht darin, dass Facebook nun verlangt, dass Anzeigen mit einer Seite verbunden werden müssen. Während eine Seite recht schnell eingerichtet werden kann, ist dies ein zusätzlicher Schritt, der unternommen werden muss. Zweitens hat Facebook aktiv eine neue Funktion in Kanada getestet, bei der Anzeigen, die neben dieser Facebook-Seite laufen, aufgerufen und angesehen werden können. 

Der Inhalt, den Firmen bewerben können, hat sich geändert

Während viele Unternehmen für Inhalte werben, die für ihr Publikum relevant sind, nutzen einige Werbetreibende die Vorteile der Facebook-Werbung aus. Der Facebook-Algorithmus orientiert sich immer noch stark an den Vorlieben der Freunde eines Nutzers. Haben diese häufig Inhalte geteilt, die beispielsweise Schokolade thematisieren, dann könnte der Nutzer Anzeigen wie „Klick hier, wenn du Schokolade liebst!“ sehen – in dem Wissen, dass die meisten Menschen Schokolade lieben und dass die so gewonnenen Likes nicht wirklich die Qualität des Inhalts widerspiegeln. Dies ist eine Praxis, die Facebook zu eliminieren versucht, um stattdessen nur noch hochwertiges Facebook Marketing zu erlauben. 

Generell wird Facebook einen fortschrittlichen Algorithmus mit künstlicher Intelligenz nutzen, um den News Feed zu überwachen. Diese Technologie wurde auf der Grundlage von Zehntausenden von Beiträgen entwickelt, die von Nutzen überprüft und markiert wurden. Durch die Anwendung der künstlichen Intelligenz auf diese Daten ist Facebook zuversichtlich, dass es die Inhalte, die Nutzer täglich sehen, verbessern wird. Als Werbetreibende wissen Firmen, dass diese Art von Inhalten fast sofort gekennzeichnet wird, sodass sie nicht mehr beworben werden können.

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